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Erster Weihnachtstag in der Kinowerkstatt

Wann:
24. Dezember 2016@18:00
2016-12-24T18:00:00+01:00
2016-12-24T18:30:00+01:00

Um 18 Uhr „Ärger im Paradies“ und um 22 Uhr „Florence Foster Jenkins“
Ärger im Paradies: Eine federleichte prickelnde, in den Dialogen fein-witzige, manchmal auch boshafte und frivole Komödie. Kein Wunder, dass Alfred Hitchcock Lubitsch als seinen Lieblingsregisseur bezeichnet hat.
Das Liebes- und Diebespaar Gaston und Lilly planen ihren nächsten Coup in Paris: Sie haben es auf Madame Mariette Colet abgesehen, der Erbin der berühmten Parfümerie Colet&Company. In der Oper stiehlt Gaston die juwelenbesetzte Handtasche von Madame. Diese setzt eine Belohnung in Höhe von 20.000 Francs aus. Gaston erscheint bei Mariette unter falschem Namen und gibt vor, der ehrliche Finder zu sein. Mit Charme und Lügen schafft er es, dass Mariette ihn als Privatsekretär einstellt. Als erste Amtshandlung holt er Lilly als seine Assistentin dazu. Schnell gewinnt der gutaussehende Sekretär das Herz und das Vertrauen der schönen Erbin. So bleibt es nicht aus, dass Gaston von den 100.000 Francs im Safe des Hauses Wind bekommt. Der Plan, das Geld zu stehlen, gerät in Gefahr, als einer der zahlreichen Verehrer von Mariette, François Filiba (Edward Everett Horton), Gastons Tarnung aufzudecken droht…
Wenn Peter Bogdanovich sagt „Wenn mehr Menschen Lubitsch-Filme sehen würden – sie wären glücklicher und hoffnungsvoller.“ – was liegt da näher, als einen Film von Ernst Lubitsch zu zeigen zumal es sein Lieblingsfilm ist!
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Florence Foster Jenkins: Die schlechteste Opernsängerin aller Zeiten erobert das Kino.
Sie sang fürchterlich und begeisterte doch die Massen: Gleich zwei Filme nähern sich dem Phänomen Florence Foster Jenkins, der eine mit Meryl Streep, der andere mit einem echten Opernstar. Die Kinowerkstatt zeigt jetzt an Heiligabend um 18 Uhr und am 1. Weihnachtsfeiertag, 25. Dezember, um 20 Uhr Meryl Streep als „Florence Foster Jenkins“ (Großbritannien, Frankreich 2016), Regie: Stephen Frears, Drehbuch: Nicholas Martin, Darsteller: Meryl Streep, Hugh Grant, Simon Helberg, Rebecca Ferguson, Nina Arianda, Stanley Townsend, Allan Corduner.
„Die Leute können vielleicht behaupten, dass ich nicht singen kann. Aber niemand kann behaupten, dass ich nicht gesungen hätte.“ Zitat, Florence Foster Jenkins
Die reiche amerikanische Kunstmäzenin Florence Foster Jenkins (1868–1944) erlangte Weltruhm durch den Ruf, die schlechteste Sängerin aller Zeiten zu sein. Immer wieder ging sie auf die Bühne, um in Arien unverdrossen an den Noten vorbeizusingen, war selbst aber in ihrer illusorischen Selbstwahrnehmung felsenfest überzeugt davon, eine große Sängerin zu sein. Geschützt wird sie von ihrem Ehemann St. Clair Bayfield (starker Auftritt: Hugh Grant), mit dem Foster Jenkins bereits seit Jahrzehnten liiert ist. Denn wo Foster Jenkins auf der Bühne ganz ehrlich ihr vermeintlich Bestes gibt, da amüsiert sich im Parkett eine korrupte Gesellschaft hinter vorgehaltener Hand, an die zuvor der Lebensgefährte der Sängerin ein Schweigegeld zahlte: Er schirmt sie ab und sorgt dafür, dass niemand die Welt durchbricht, in der Foster Jenkins glücklich ist.
Wie überhaupt dieser so wunderbar bunte wie komische Film uns der Titelfigur in ihren letzten Tagen wirklich nahezubringen versteht und dabei gleichzeitig Fragen der Moral aufwirft:
Aus anfänglicher Belustigung heraus entsteht tiefe Empathie – so erging es wohl Jenkins‘ Zeitgenossen, und so ergeht es einem auch beim Sehen des Films. Kein Wunder also, dass Florence Foster Jenkins unter Opernfans nach wie vor eine große Anhängerschaft hat. Der Archivar der Carnegie Hall, Gino Francesconi, berichtet sogar, dass Anfragen zu Tonaufnahmen von Florence Foster Jenkins zu den Top Five gehören – neben den Beatles und Benny Goodman.
Das Ende kommt mit Foster Jenkins‘ Wunsch, einmal in der Carnegie Hall zu singen. Da sind zu viele Menschen, um mit Schmiergeld zu arbeiten. Foster Jenkins zerbricht daran, was aber Meryl Streep noch einmal Gelegenheit gibt, ihr wirkliches gesangliches Talent zu zeigen. „Eine Leistung, die an eine 20. Oscar-Nominierung denken lässt.“ – schrieb ein Kritiker.

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