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Im Mittelpunkt steht der kranke Mensch

Wann:
12. Juni 2019 um 18:00
2019-06-12T18:00:00+02:00
2019-06-12T18:15:00+02:00
Preis:
Kostenlos
Kontakt:
(06841) 104-8056

Heißt es nicht landläufig „Der Tod gehört zum Leben dazu“? Und dennoch ist der Tod für viele Menschen ein Tabuthema.

Sich dann gar mit dem Sterben als solches auseinanderzusetzen, bringt so manchen sicher an seine Grenzen. Doch wie formulierte es der Schriftsteller Wilhelm Busch (1832 – 1908) ganz treffend: „Kein Leugnen gilt, kein Widerstreben, wir müssen sterben, weil wir leben.“
Und weder das Leben noch das Sterben funktionieren ohne eine gewisse Organisation oder gar Routine. Das ist sicher sehr pragmatisch gesprochen, was wiederum nicht ausschließt, dass das Thema Sterben auf äußerst sensible Art und Weise behandelt werden darf und behandelt werden muss.

Das Sterben sollte derart organisiert werden können, dass Menschen mit schweren Erkrankungen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist, ein selbstbestimmtes, wenn möglich beschwerdefreies und bewusstes Leben bis an ein würdevolles Ende ermöglicht werden kann. Genau das zeichnen die Hospizarbeit und die Palliativversorgung aus: Im Mittelpunkt steht der kranke Mensch, dessen individuellen Wünsche und Bedürfnisse, aber auch dessen Angehörige.
Bemerkenswerterweise gibt es sehr viele Akteure und auch ehrenamtlich Tätige im Bereich der Hospiz- und Palliativarbeit im Saarpfalz-Kreis. Um Kräfte zu bündeln, Synergien herbeizuführen und auch zu nutzen, haben sich im November 2017 unter Federführung von Dr. Ulrike Zawar, Geschäftsbereichsleiterin Arbeit und Soziales im Saarpfalz-Kreis, 51 Netzwerkpartner zu einem „Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz“ zusammengeschlossen. Es handelt sich bei den Netzwerkpartnern neben dem Saarpfalz-Kreis um Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie der Seelsorge im Saarpfalz-Kreis, die sich für die hospizlich-palliative Betreuung von schwerstkranken und sterbenden Menschen und ihren Angehörigen einsetzen.
Als grundlegende Ziele hat das Netzwerk „die Verbesserung und den Erhalt der Lebensqualität von Patienten mit einer weit fortgeschrittenen unheilbaren Erkrankung und deren Familien“ festgehalten.

„Das Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz verfolgt diese Ziele insbesondere durch die Förderung der multiprofessionellen Zusammenarbeit aller Netzwerkpartner und durch kontinuierliche Diskussion und Fortbildung“, erklärt Dr. Ulrike Zawar.
So haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des jüngsten Treffens der Steuerungsgruppe des Hospiznetzwerkes im März dieses Jahres beschlossen, ein regelmäßig stattfindendes „Hospizforum“ ins Leben zu rufen. Dahinter steht eine spannende Vortragsreihe, die am 12. Juni mit dem Klinikseelsorger Klaus Aurnhammer als Referenten in die erste Runde geht.

Des Weiteren wird das Netzwerk in den kommenden Wochen einen praktischen Hospiz- und Palliativratgeber präsentieren, der Kontaktadressen im Saarpfalz-Kreis auflistet und u. a. über das Recht auf (kostenlose) hospizliche und palliativmedizinische Versorgung in unterschiedlichen Einrichtungen sowie über das Thema Seelsorge informiert.

Das Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz steht Personen und Einrichtungen offen, die sich für das körperliche, seelische, psychosoziale und spirituelle Wohl hospizlich und/oder palliativ zu betreuender Menschen einsetzen. Weitere interessierte Netzwerkpartner sind jederzeit willkommen und sollten sich bei der Koordinierungsstelle, Dr. Ulrike Zawar, Tel. (06841) 104-8233, melden.

Informationen zum Netzwerk finden sich auch unter www.saarpfalz-kreis.de/leben-soziales-gesundheit/hospiz-und-palliativnetz-saarpfalz

Hospizforum Saarpfalz

Organisiert durch das Hospiz- und Palliativnetz Saarpfalz findet am Mittwoch, dem 12. Juni, um 18 Uhr im Parlamentarischen Trakt, Am Forum 1, 66424 Homburg, das 1. Hospizforum Saarpfalz statt. Klaus Aurnhammer, Theologe und Krankenpfleger, Palliativstation der Marienhausklinik St. Elisabeth Saarlouis, wird zum Thema „Resilienz in Hospizarbeit und Palliativmedizin“ sprechen. Der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten unter Tel. (06841) 104-8056 oder per E-Mail: Dez3@saarpfalz-kreis.de.

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Kommentare

  1. F. Sölter

    Bitte richtig zitieren… „Kein Leugnen gilt….“ heißt es bei Wilhelm Busch!
    > Wir danken für den Hinweis, ist korrigiert. <

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