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Kinowerkstatt: Die Gärtnerin von Versailles

Wann:
21. Juni 2015@18:00
2015-06-21T18:00:00+02:00
2015-06-21T18:30:00+02:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 Sankt Ingbert
Deutschland
Kontakt:

„Die Gärtnerin von Versailles“ läuft in der Kinowerkstatt am Sonntag, den 21. Juni, um 18 und 20 Uhr, sowie am Montag, den 22. Juni, um 20 Uhr.

Das 17. Jahrhundert neigt sich dem Ende zu und Ludwig XIV. (Alan Rickman) herrscht über Frankreich. Der Sonnenkönig ist es auch, für den die Witwe Sabine De Barra (Kate Winslet) in Versailles einen Barock-Garten anlegen soll. Der königliche Gartenarchitekt André Le Nôtre (Matthias Schoenaerts) persönlich erteilt ihr den Auftrag, nichts geringeres als ein Meisterwerk der Garten-Kunst zu erschaffen. Doch die unkonventionelle Frau muss sich am Hof gegen Intrigen und neidische Kollegen zu Wehr setzen, um das Projekt umzusetzen. Außerdem bemerkt sie, dass sie immer stärkere Gefühle für ihren Vorgesetzten hegt. André hat allerdings bereits eine Ehefrau (Helen McCrory) und als diese die Zuneigung zwischen ihrem Mann und der Gärtnerin bemerkt, beginnt sie, dem Unterfangen zusätzlich Steine in den Weg zu legen.

Der Film „Die Gärtnerin von Versailles“ ist nicht nur ein Sittengemälde jener Zeit, er greift trotz seines historischen Schauplatzes sehr moderne Themen auf: wie man sich durchsetzt und durchkämpft, vor allem als Frau in einer Männerwelt. Wie man Pläne und Projekte hartnäckig verfolgt, allen Widerständen zum Trotz. Sabine De Barra schafft es schließlich – mit Charme und Beharrlichkeit, mit Hartnäckigkeit und Kampfeswillen.

Neben den Hofintriganten und Neidern hat sie zudem noch mit Dämonen aus ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Die Arbeit als Landschaftsgärtnerin ist auch nicht aus einer romantischen Idee, sondern aus der Not heraus geboren – nach dem Tod ihres Mannes musste sie sich schließlich irgendwie selbst ernähren. Und Winslet ist sehr glaubwürdig in der Rolle der anpackenden, bodenständigen Frau mit ästhetischem Gespür, die in Schlamm, Erde und Gestrüpp etwas Schönes schafft. Man sieht sie ungeschminkt, sieht ihre Falten – eine Naturschönheit im krassen Kontrast zu den durchgestylten Damen bei Hofe.

 

PM: W. Kraus, Kinowerkstatt

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