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Kinowerkstatt: Fritz Lang

Wann:
6. Mai 2016@20:00
2016-05-06T20:00:00+02:00
2016-05-06T20:30:00+02:00
Kontakt:
W. Kraus

In der Kinowerkstatt läuft diese Woche, Gordian Mauggs Film über einen berühmten deutschen Regisseur: „Fritz Lang“ (Deutschland 2015)am Freitag, den 6. Mai um 20 Uhr und am Sonntag, den 8. Mai, um 20 Uhr!

Drehbuch: Gordian Maugg, Alexander Häusser, Darsteller: Heino Ferch, Thomas Thieme, Samuel Finzi (104 Minuten, FSK: ab 12 Jahre)

„Wir wissen nicht, was den Regisseur Fritz Lang zu seinem Meisterwerk „M“ inspiriert hat. Eine Filmbiografie nimmt nun die Spuren auf: Sie führen zu einem berüchtigten Serienmörder.

Nun kommt einer namens Gordian Maugg – Spezialist für Historienstoffe wie „Der olympische Sommer“ und „Zeppelin“ – und behauptet, er wisse, warum Lang zumindest einen bestimmten Film gemacht hat, seinen unsterblichsten: „M – Eine Stadt sucht einen Mörder“. Ganz im Sinne der heute so beliebten steilen Thesen stellt er selbst eine auf: Vielleicht hat sich der Regisseur ja so sehr für Mörder interessiert, weil er selbst einer war!

Mauggs „Fritz Lang“ gehört zu einem Genre, das in Deutschland so gut wie nicht existiert: der eigenen Filmgeschichte im Spielfilm. Hollywood macht das dauernd.“ (Hanns-Georg Rodek in DIE WELT)

Lang – der Snob mit dem Monokel. Der Größenwahnsinnige von den „Nibelungen“ und „Metropolis“. Der preußische Diktator mit dem charmanten Wiener Akzent. Die schwerste Aufgabe obliegt Heino Ferch als Lang, soll er doch das Monster hinter dem Lebemann aufblitzen lassen.

Und niemand handhabt die Einbindung zeitgeschichtlichen Filmmaterials so souverän wie Gordian Maugg. Die authentischen Straßenszenen aus dem frühen 20. Jahrhundert, die Bilder von Weltkriegs- und Straßenschlachten, aus Biergärten und Hinterhöfen und selbst noch die Szenen aus alten französischen Pornos, die „Fritz Lang“ zum authentischen Zeitbild machen, sind nicht etwa beliebiges Illustrationsmaterial, sondern integraler Teil der Handlung. An sie knüpfen die dem klassischen „Noir“-Film nachempfundenen Schwarzweißaufnahmen des Kameramanns Lutz Reitemeier („Das Mädchen Wadjda“) nahtlos an.

„Weil sich Mauggs neue Bilder den alten anschmiegen, sehen wir plötzlich im Jahr 2016 einen neoexpressionistischen Film, wie es ihn vor neunzig Jahren hätte geben können. Unter den Legionen deutscher Filme über die jüngere Vergangenheit findet sich kaum einer, dem man so fasziniert seine Weimarer Republik abnimmt.“ (Hanns-Georg Rodek in DIE WELT)

 

PM: W. Kraus

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