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Kinowerkstatt: Much Loved

Wann:
21. Mai 2016@20:00
2016-05-21T20:00:00+02:00
2016-05-21T20:30:00+02:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 Sankt Ingbert
Deutschland
Kontakt:
W. Kraus

Ganz neu im Kino ist ein starker, wahrhaftiger, bewegender und bisweilen auch humorvoller Spielfilm um eine Gruppe Frauen, die sich als Prostituierte in Marokko durchschlagen ist „Much Loved“ (Frankreich/ Marokko 2015).

Und ist am Samstag, den 21. Mai, und am Montag, den 23. Mai, jeweils um 20 Uhr in der Kinowerkstatt zu sehen.

Regie & Buch: Nabil Ayouch, Darsteller: Loubna Abidar, Halima Karaouane, Asmaa Lazrak, Sara El Mhamdi Elaaloui, Abdellah Didane (Länge: 104 Minuten).

Die drei Freundinnen Noha (Loubna Abidar), Soukaina (Halima Karaouane) und Randa (Asmaa Lazrak) leben in Marrakesch und arbeiten in der Nacht als Prostituierte. Die jungen Frauen haben eine freche Art und nehmen kein Blatt vor den Mund, wenn es um ihren Job geht. Dabei werden sie von ihrem Bodyguard, Chauffeur und Zuhälter begleitet, der sie durch die Bar- und Nachtclubszene bis zu den Hotels kutschiert. Nach außen hin wirken sie wie selbstbestimmte Frauen, die sich nichts gefallen lassen und ihre finanzielle Unabhängigkeit schätzen. In Wirklichkeit werden die Freundinnen jedoch von ihren Familien verstoßen und von Klienten, Polizisten und Zuhältern zu Menschen zweiter Klasse degradiert. In einer islamisch geprägten Kultur ist ihre Arbeit noch gefährlicher und stärker verpönt als anderswo. Deshalb müssen sich die jungen Frauen tägliche Anfeindungen, Diskriminierung und Ausbeutung gefallen lassen. Die loyalen Freundinnen finden nur untereinander Trost und Wärme, wobei sie von einer besseren Zukunft und dem persönlichen Glück träumen. In Marokko löste „Much Loved“ starke Kontroversen aus und wurde schließlich als Skandalfilm verboten, da die Regierung das Thema als Beleidigung für alle ehrbaren muslimischen Frauen angesehen hat.

Die Hauptdarstellerin Loubna Abidar wurde wegen der Nacktszenen im Film mit Morddrohungen überschüttet und musste Marokko nach einem gewalttätigen Angriff verlassen. Das Drama des französischen Regisseurs Nabil Ayouch (“Les chevaux de Dieu“), der bei den Drehbucharbeiten zahlreiche Prostituierten interviewt hat, wirft einen Blick auf das Leben von Frauen, die es gar nicht geben sollte.

Dabei wird der Film zu einer notwendigen Abrechnung mit der Doppelmoral der dominanten Macho-Kultur. Der Film wurde in Cannes und auf dem Filmfest in München gezeigt.

 

PM: W. Kraus

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