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Kinowerkstatt: Peggy Guggenheim – Ein Leben für die Kunst

Wann:
12. Juni 2016@11:00
2016-06-12T11:00:00+02:00
2016-06-12T11:30:00+02:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 St. Ingbert
Deutschland
Kontakt:
W. Kraus

Peggy Guggenheim ist die vielleicht berühmteste Kunstsammlerin des 20. Jahrhunderts und leistete einen wertvollen Beitrag, moderne Kunstrichtungen wie Surrealismus, Kubismus oder Dadaismus gesellschaftsfähig zu machen.

Für ihr Doku-Porträt, das jetzt am Sonntag, den 12. Juni, in einer Matinée – Vorstellung um 11 Uhr, noch einmal am Sonntag um 20 Uhr, sowie am Montag, den 13. Juni, um 18 Uhr läuft, machte die Filmemacherin Lisa Immordino Vreeland das verschollen geglaubte letzte Interview der 1979 verstorbenen Kunstmäzenin ausfindig. Peggy Guggenheim kommt damit in der Doku ausführlich selbst zu Wort. Mit dem neuen Material liefert Vreeland nicht nur exklusive Einblicke in das kuratorische Schaffen der Guggenheim, sondern insbesondere auch in ihre zahlreichen Männergeschichten. So zeichnet das Porträt Peggy Guggenheim als eine selbstbewusste Frau, bei der das Leben und die Kunst Hand in Hand gingen.

Die 1898 in New York geborene Peggy Guggenheim galt als das schwarze Schaf ihrer betuchten Familie. Ihr Vater Benjamin war 1912 eines der berühmten Opfer beim Untergang der Titanic, weswegen Peggy ihr Erbe von etwa einer halben Million US-Dollar bereits im Alter von 18 Jahren antreten konnte. Anstatt das Geld für wohltätige Zwecke einzusetzen, wie es in der Familie Guggenheim nicht unüblich war, genoss die aparte Peggy das schöne Leben. Spätestens 1942 etablierte sich Guggenheim mit der Eröffnung der New Yorker Galerie „The Art of This Century“ als Kunstkennerin ersten Ranges, die Malern wie Jean Cocteau oder Wassily Kandinsky zu ersten Einzelausstellungen verhalf. In der Zeit des Dritten Reichs ermöglichte Guggenheim einigen Künstlern, darunter Max Ernst, die Flucht von Europa nach New York. Zugleich kaufte sie die von den Nationalsozialisten als „entartet“ gebrandmarkte Kunst günstig auf und schaffte so das Fundament ihrer ambitionierten Sammlung.

 

PM: W. Kraus

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017