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Kinowerkstatt: Suffragette – Taten statt Worte

Wann:
4. März 2016@19:00
2016-03-04T19:00:00+01:00
2016-03-04T19:30:00+01:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 Sankt Ingbert
Deutschland
Kontakt:
Wolfgang Kraus

Die Kinowerkstatt zeigt an diesem Wochenende „Suffragette – Taten statt Worte“ am Freitag, den 4. März, um 19 Uhr, am Samstag, den 5. März, um 20 Uhr, sowie am Sonntag, den 6. März und am Montag, den 7. März, jeweils um 18 Uhr.

Der Kampf der Frauen um ihre Rechte wird jährlich am 8. März, dem Internationalen Frauentag, besonders gefeiert und bekräftigt: „Suffragette – Taten statt Worte“ (Großbritannien 2015) von Sarah Gavron mit Carey Mulligan, Helena Bonham-Carter, Brendan Gleeson, Anne-Marie Duff, Ben Whishaw, Romola Garai, Meryl Streep, Finbar Lynch, Natalie Press, Samuel West, Geoff Bell. (106 Minuten)

Obwohl sie sogar auf dem Plakat posiert, hat Meryl Streep hier nur einen Gastauftritt. Aber die Szene, in der sie als Emmeline Pankhurst zu ihren Anhängerinnen spricht, bevor sie wieder untertaucht, zählt zu den bewegendsten des Films. Anders als die Ikone der Frauenbewegung, die in England ihren Anfang nahm, ist die eigentliche Heldin zwar nicht verbürgt, steht aber stellvertretend für Tausende, die für Gleichstellung stritten und als „Suffragetten“ (suffrage = Wahlrecht) Geschichte machten. 1912 werden die Feministinnen, die in London auf die Straße gehen, entweder belächelt oder verteufelt. Auch der Wäscherin Maud (Carey Mulligan) sind diese Frauen suspekt. Doch dann entdeckt sie unter den Suffragetten eine Kollegin aus der Waschküche und die gute Seele des Viertels, Apothekerin Edith (Helena Bonham Carter). Und bald wird die sonst so fügsame Maud ausfällig. Ihr Mann (Ben „Q“ Whishaw) wirft sie aus dem Haus, als ungehorsame Ehefrau hat Maud keinerlei Ansprüche. Die Suffragetten werden von der Polizei verfolgt und drangsaliert. Denn da Worte sie nicht weiterbringen, greifen sie zu radikaleren Mitteln. In Deutschland wurde das Frauenwahlrecht 1918 eingeführt, in Großbritannien erst zehn Jahre später. „Suffragette“ zeigt eindrücklich, wie aus Ohnmacht Wut und Gewalt entstehen, und schockiert, lange bevor der erste Brandsatz fliegt. Allein dass frau ihren Lohn beim Ehemann abzuliefern hatte, ist heute unfassbar.

„Ein wichtiger, beeindruckender und bewegender Film, der eine Geschichte erzählt, die heute ebenso aktuell ist wie damals. Und die genau so erzählt werden muss. – Prädikat besonders wertvoll.“ (schrieb die Filmbewertungsstelle)

 

PM: W. Kraus

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