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Lesung in der Stadtbücherei St. Ingbert

Wann:
30. September 2015@19:30
2015-09-30T19:30:00+02:00
2015-09-30T20:00:00+02:00
Wo:
Stadtbücherei St. Ingbert
Kaiserstraße 71
66386 St. Ingbert
Deutschland
Kontakt:
Stadtbücherei St. Ingbert
06894/9225711

Am Mittwoch, 30. September um 19:30 Uhr, veranstaltet das St. Ingberter Literaturforum eine Lesung mit Lothar Quinkenstein in der Stadtbücherei St. Ingbert.

Lothar Quinkenstein wurde 1967 in Bayreuth geboren und wuchs im Saarland auf. Er studierte Germanistik und Ethnologie in Freiburg im Breisgau. 1998 debütierte er mit seinem Erzählband „Nervenharfe“. Seit 1999 arbeitet der promovierte Germanist an der Adam-Mickiewicz-Universität in Poznań. Er lebt seit 2011 in Berlin und unterrichtet seit 2012 Interkulturelle Germanistik in Frankfurt/Oder bzw. Słubice. Er veröffentlichte Texte in deutscher und polnischer Sprache: Lyrik, Prosa, Essays, Kritiken und Übersetzungen aus dem Polnischen. 2015 erscheint „Erinnerung an Klara Blum“ im St. Ingberter Röhrig Universitätsverlag.

Lothar Quinkenstein begibt sich mit diesen Essays auf eine faszinierende Spurensuche. Ebenso einfühlsam wie präzise beschreibt er den Weg aus dem „tiefen Westen“ Europas in seine Mitte. Dort heißen die Zentren nicht Hamburg oder München, sondern Prag, Lemberg oder Czernowitz, und es erklingen die Stimmen so einzigartiger Autorinnen und Autoren wie Jiři Mordechai Langer, Bruno Schulz, Klara Blum und Debora Vogel. In der Überblendung von Lektüre, Reflexion und persönlicher Erfahrung entfaltet sich eine Landkarte, die die fatalen Folgen einer allzu langen asymmetrisch geprägten Wahrnehmung kenntlich werden lässt.

„Erinnerung an Klara Blum“ ist eine Fundgrube des unterschlagenen Gedächtnisses – ein Buch, das getragen wird von dem Gedanken, dass das Unwiederbringliche in den Momenten, da wir davon lesen, etwas weniger verloren ist.

Klara Blum war eine deutschsprachige jüdische, österreichische, sowjetische und chinesische Schriftstellerin. Sie lebte von 1904 bis 1971. Eine Studienreise in die Sowjetunion wurde zum Daueraufenthalt. Dort lernte sie den chinesischen Journalisten und Regisseur Zhu Xiangcheng kennen und lieben. Dieser kam in einem sibirischen Lager ums Leben. Nach ihrer Ausreise im Jahr 1945 aus der Sowjetunion gelangte sie über mehrere Stationen nach China. Als überzeugte Kommunistin nahm Klara Blum 1954 die chinesische Staatsbürgerschaft an.
Neben Klara Blum werden noch weitere Autoren aus Polen und den angrenzenden Ländern in dem Buch vorgestellt.

Das St. Ingberter Literaturforum lädt zu dieser Lesung in die Stadtbücherei ein.

 

PM: M. Müller-Lang

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