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Medizin aus dem Computer – was kann Bioinformatik?

Wann:
27. Juni 2017@19:30
2017-06-27T19:30:00+02:00
2017-06-27T19:45:00+02:00
Kontakt:
Wissenschaftsforum St. Ingbert

Computer sind aus der medizinischen Forschung schon lange nicht mehr wegzudenken.

Mit Hilfe von Algorithmen lassen sich typische Muster krankhafter zellulärer Veränderungen erkennen und auswerten, was neue Diagnostika, Medikamente und Therapiekonzepte ermöglicht. Computermodellierung auf der Basis zellweit erhobener Daten ermöglicht einen Einblick in zelluläres Geschehen. Der Einsatz von Computern begleitet eine fundamentale Transformation der Lebenswissenschaften weg von der Analyse eng umgrenzter Teilsysteme und hin zur Betrachtung komplexer Gesamtsysteme wie etwa ganzer Zellen. Der Vortrag gibt einen Überblick über die biologischen und medizinischen Probleme, die heute mit Computeranalysen angegangen werden und führt in die hierbei verwendeten bioinformatischen Methoden ein. Er zeigt Erfolge auf, stellt aber auch die Grenzen der Bioinformatik vor.

Di, 27.6. 2017 ab 19:30 Uhr
im ehemaligen KONSUM, Alte Schmelz 64, St.Ingbert

„Medizin aus dem Computer – was kann Bioinformatik?“

Referent:
Prof. Dr. Dr. Thomas Lengauer,

Max-Planck-Institut für Informatik- Bioinformatik und Angewandte Algorithmik

Thomas Lengauer studierte bis 1975 an der Freien Universität Berlin Mathematik und wurde schon im darauffolgenden Jahr zum Dr. rer. nat. promoviert. Daran schlossen sich fünfeinhalb Jahre Aufenthalt in den USA an. An der Universität Stanford absolvierte er ein Informatikstudium, wo er 1977 den Master of Science in Informatik erhielt und 1979 eine zweite Promotion in Informatik erlangte. Danach forschte von 1979 bis 1981 bei den Bell Laboratorien in New Jersey. Im Jahr 1981 wechselte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an die Universität des Saarlandes, wo er 1984 habilitierte. Noch im gleichen Jahr wurde er als Professor an die Universität Paderborn berufen. Von 1992 bis 2001 war er Direktor des Instituts für Algorithmisches und Wissenschaftliches Rechnen am GMD – Forschungszentrum Informationstechnik in Sankt Augustin bei Bonn sowie Professor an der Universität Bonn.

Thomas Lengauer ist seit 2001 Direktor der Abteilung „Bioinformatik und Angewandte Algorithmik“ des Max-Planck-Instituts für Informatik in Saarbrücken und wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft. Er wurde zum Honorarprofessor der Universität des Saarlandes (2001) und der Universität Bonn (2003) ernannt.

Funktionen in wissenschaftlichen Gesellschaften und Gremien:
seit 2003 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
seit 2007 Mitglied von acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften
seit 2010 Mitglied der Academia Europaea seit 2015 Präsidiumsmitglied der Leopoldina
seit 2017 designierter Präsident der International Society for Computational Biology (ISCB).

Wissenschaftliche Auszeichnungen:
2003 Konrad Zuse Medaille der Gesellschaft für Informatik
2003 Karl-Heinz Beckurts Preis
2010 AIDS Forschungspreis der Heinz-Ansmann Stiftung
2015 Hector Wissenschaftspreis
2015 Fellow der International Society for Computational Biology

Koordination: Prof. a.D. Dr.-Ing. Horst Altgeld
Kontakt e-mail: horst.altgeld@mintcampus.de

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