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„Paris, Texas“ in der Kinowerkstatt

Wann:
25. Oktober 2014@20:00–22:30
2014-10-25T20:00:00+02:00
2014-10-25T22:30:00+02:00
Kontakt:
Kinowerkstatt St.Ingbert

„Paris, Texas“ wird 30! Die Kinowerkstatt zeigt zum 30. Geburtstag am Samstag, den 25. Oktober, um 20 Uhr „Paris, Texas“

(BR Deutschl./Frankreich/Großbritannien 1984) ab 6 Jahren• 148 min. Regie: Wim Wenders, mit Harry Dean Stanton, Nastassja Kinski, Dean Stockwell, Aurore Clément, Hunter Carson, Socorro Valdez, Bernhard Wicki u. a., Musik: Ry Cooder, Kamera: Robby Müller, Schnitt: Peter Przygodda.

„Paris, Texas“ – der Film, der dem deutschen Autorenfilmer Wim Wenders vor genau 30 Jahren die Goldene Palme bei den Filmfestspielen in Cannes einbrachte und ihn endgültig als Regisseur von internationalem Rang etablierte – beginnt mit einem der klassischsten Motive des Westerns: Aus der unendlichen Weite der zerklüfteten texanischen Wüste kristallisiert sich ein einsamer Wanderer (Travis), der zurückkehrt in die Zivilisation.

…Travis (Harry Dean Stanton) wird sprach- und erinnerungslos in der texanischen Wüste aufgefunden. Sein Bruder Walt holt ihn zu sich nach Kalifornien, wo er und seine Frau Anne Travis’ siebenjährigen Sohn Hunter als Pflegekind aufgenommen haben. Bald macht sich Travis mit Hunter auf die Suche nach seiner verschwundenen Frau (Nastassja Kinski) und seiner Vergangenheit…

Schon mit dieser Eröffnung setzt Wenders eine Referenz an John Fords Western-Meilenstein „The Searchers“ (deutscher Verleihtitel: „Der schwarze Falke“), in dem John Wayne als gebrochener Cowboy Ethan Edwards auf ganz ähnliche Weise seinen ersten Auf(t)ritt hat. In „The Searchers“ begibt sich Edwards auf die (jahrelange) Suche nach seiner von Indianern verschleppten Nichte (pikanterweise nicht, um sie zu retten, sondern um sie zu töten – von den „Rothäuten“ missbraucht und somit „unrein“, empfindet der zwiespältige „Held“ von „The Searchers“ seine Nichte als Schandfleck für die Familienehre). Diese Suche ist natürlich eigentlich eine Suche nach sich selbst, getrieben von der leisen, verzweifelten und niemals wirklich ausgesprochenen Hoffnung auf Sühne und Vergebung für eigene, vergangene Fehler.

„Paris, Texas“ ist…ein europäischer Western als filmisches Edward Hopper-Gemälde. Großartig!“ – so der Filmkritiker Thomson Martin.

 

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