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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

Wann:
15. September 2017@20:00
2017-09-15T20:00:00+02:00
2017-09-15T20:15:00+02:00
Kontakt:
W. Kraus

„Kedi – von Katzen und Menschen“ (Fr. 15. Sept. 20 Uhr, So. 17. Sept. 18+20 Uhr, Mo. 18. Sept. 18 Uhr); „Unerkannte Heldinnen (Hidden figures)“ (Sa. 16. Sept. 20 Uhr; Mo. 18. Sept. 20 Uhr).

Kedi – von Katzen und Menschen

Sieben Katzen

Was erwartet den Zuschauer von „Kedi – von Katzen und Menschen“ (Türkei 2016 – Regie: Ceyda Torun), den die Kinowerkstatt für dieses Wochenende, Freitag, den 15. September, um 20 Uhr, Sonntag, den 17. September um 18 und 20 Uhr, sowie am Montag, den 18. September, um 18 Uhr ausgesucht hat: Eine wunderbar entspannende und unterhaltsame Dokumentation über das Leben der zahlreichen wilden Katzen in Istanbul und über die Menschen, die sich um sie kümmern: In der Stadt gibt es schon seit den Tagen des Osmanischen Reiches tausende Katzen und Regisseurin Ceyda Torun zeigt, dass die possierlichen Tierchen nach wie vor ein essentieller Bestandteil des städtischen Lebens sind und hier friedlich und zum gegenseitigen Vorteil Seite an Seite mit den Menschen leben. „Sie absorbieren alle deine negative Energie“, sagt ein Schuhverkäufer über die Katzen. In ihrem Dokumentarfilm lässt Torun die zweibeinigen Bewohner Istanbuls zu Wort kommen – und stellt sieben der niedlichen Tiere vor: Sarı, Bengü, Psikopat, Deniz, Aslan Parçası, Duman und Gamsız. Diesen sieben Katzen folgt Torun auch durch die Straßen Istanbuls, durch kleine Gassen, über Häfen und Märkte und selbst über die Dächer der Metropole am Bosporus! Dabei überrascht es nicht, dass der Dokumentarfilm in Istanbul gedreht wurde. Jeder, der schon einmal in der Bosporus-Metropole war, dürfte mitbekommen haben, wie die Bevölkerung die unzähligen wilden Katzen verhätschtelt – während Straßenhunde nicht selten mit einem Fußtritt davon gejagt werden.

„Am schönsten ist „Kedi“, wenn man ihn als spektakuläre Leinwandversion der zahlreichen Katzenvideos versteht, die es in Massen auf YouTube gibt. In diesen Momenten begnügt sich der Film damit, die Tiere in ihrem Alltag zu beobachten. Jede noch so banale Handlung wird zum Ereignis, sieht mal doof, mal erhaben und dann wieder voll süß aus….Torun hat sicher keine politische Allegorie im Sinn gehabt, aber es fällt schwer, überhaupt keinen Bezug zur aktuellen Lage in der Türkei zu sehen. Die Schauplätze sind ausnahmslos urbane, westlich geprägte Stadtviertel wie Cihangir, in denen die Zweibeiner ebenso Querköpfe sind wie die Katzen. An diesen fast schon utopischen Orten werden noch Werte wie Individualität, Diversität und Freiheit hochgehalten – also all das, was in der türkischen Gegenwart wieder mehr denn je verteidigt werden muss. So wirkt es weniger esoterisch als entschieden kämpferisch, wenn der Film mit der Bemerkung endet, dass der Mensch von diesen eigensinnigen, starrköpfigen und unverwüstlichen Tieren einiges lernen kann.“ (Michael Kienzl, perlentaucher.de)

 

Hidden Figures

Ein Stück Zeitgeschichte

Die Zuschauer, die ihn gesehen haben, sind sich einig: „Spannend, unterhaltsam, intelligent, ergreifend, berührend – in jeder Beziehung sehenswert!“ – eine Entdeckung ist „Unerkannte Heldinnen (Hidden figures)“ (USA, 2016) Regie: Theodore Melfi, Darsteller: Taraji P. Henson (Katherine Johnson), Octavia Spencer (Dorothy Vaughan), Janelle Monáe (Mary Jackson), Kevin Costner (Al Harrison), Mahershala Ali, Jim Parsons, Kirsten Dunst u. a., den die Kinowerkstatt weiter zeigt, am Samstag, den 16. September, um 20 Uhr und am Montag, den 18. September, um 20 Uhr. Gerade wurde er für drei Oscars nominiert!

John Glenn – den Namen des ersten US-Astronauten, der die Erde umrundet hat – kennt man. Die Namen der Mathe-Cracks dahinter (noch) nicht: Katherine Johnson, Dorothy Vaughn und Mary Jackson. Der Film würdigt ihren Beitrag zur Eroberung des Weltraums und ihren Kampf um die Eroberung der gleichen Rechte, als Frauen und als Schwarze – damals eine fast noch schwierigere Mission, als einen Menschen ins All zu schießen.

Die drei Mathematikerinnen berechneten Anfang der 1960er Jahre die Voraussetzungen für die erste bemannte US-Mission ins Weltall – und ebneten so den Weg für bekannte (männliche) Namen wie Neil Armstrong, John Glenn und Buzz Aldrin.

Die heute 98-jährige ehemalige NASA-Mathematikerin Kathrine Johnson wurde im Dezember von Barack Obama für ihr Lebenswerk geehrt. Es ist wirklich höchste Zeit für die Geschichte dieser unbekannten farbigen Heldinnen.

„Sie waren kluge, afroamerikanische Frauen, aber ihre Geschichte war komplett unbekannt“, sagt Schauspielerin Janelle Monae. „Ich will helfen, dass diese Geschichte erzählt und Teil des nationalen Gedächtnisses wird. Die haben buchstäblich die Welt verändert.“ Die Menschenrechtsbewegung spielt dabei ebenso eine Rolle wie die kleinen Alltagsbeobachtungen, die die damals herrschende Rassentrennung illustrieren. So muss Dorothy von ihrem neuen Arbeitsplatz aus mehr als einen Kilometer auf dem NASA-Gelände zurücklegen, um eine Toilette zu finden, die sie als schwarze Frau benutzen darf. Ihre überlangen Abwesenheitszeiten fallen den Vorgesetzten natürlich unangenehm auf. Doch keine der drei Frauen lässt sich auf Dauer einschüchtern, sie fordern ihre Rechte ein. So erweist sich „Hidden Figures“ als interessantes Stück Zeitgeschichte und kann darüber hinaus mit seinen herzerwärmenden Heldinnen hervorragend unterhalten.

 

PM: W. Kraus

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