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Veranstaltungen

Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

Wann:
24. November 2017@18:00
2017-11-24T18:00:00+01:00
2017-11-24T18:15:00+01:00
Kontakt:
W. Kraus

„More than Honey“ (Fr., 24. Nov., 18 Uhr); „Der Imker“ (Fr., 24. Nov., 20 Uhr); „Hitchcock: Immer Ärger mit Harry“ (Sa., 25. Nov., 20 Uhr); „Bienen im Kino: Kurzfilme“ (So., 26. Nov., 16 Uhr); „Odds against Tomorrow“ (So., 26. Nov., um 19 Uhr); „Western“ (Mo., 27. Nov., 18+20 Uhr).

 

Mehr als Honig

Es ist mehr als Honig, was die Biene dem Menschen gibt, so auch der Titel des Films „More than Honey“, am Freitag, den 24. November, um 18 Uhr in der Kinowerkstatt zu sehen: Die Stadt St. Ingbert und die Kinowerkstatt St. Ingbert präsentieren eine interessante Auswahl von Filmen zum Thema ‚Bienen‘ im Rahmen des „Jahr der Bienen 2017“ vom 21. bis 26. November. Am Sonntag, 26. November, werden ab 16 Uhr im Familienkino verschiedene Kurzfilme gezeigt, moderiert und animiert von Imker Hans-Werner Krick.

Eines der wichtigsten Naturwunder unserer Erde schwebt in höchster Gefahr: die Honigbiene. Das fleißigste aller Tiere, das verlässlich von Blüte zu Blüte fliegt, verschwindet langsam. Es ist ein mysteriöses Sterben, das weltweit mit Sorge beobachtet wird. Denn ein Leben ohne die Biene ist undenkbar. Sie ist die große Ernährerin der Menschen. Aber ihr wird heute Großes abverlangt: der weltweite Bedarf an Naturprodukten ruht auf ihren zierlichen Flügeln. Zwischen Pestiziden, Antibiotika, Monokulturen und dem Transport von Plantage zu Plantage scheinen die Königinnen und ihre Arbeiterinnen ihre Kräfte zu verlieren. More than Honey entführt uns in das faszinierende Universum der Biene. Regisseur Markus Imhoof verfolgt ihr Schicksal von der eigenen Familienimkerei bis hin zu industrialisierten Honigfarmen und Bienenzüchtern. Mit spektakulären Aufnahmen öffnet er dabei in seinem Film „More than Honey“ den Blick auf eine Welt jenseits von Blüte und Honig, die man nicht so schnell vergessen wird.

 

Der Imker

Die Schweizer Dokumentation „Der Imker“ (Schweiz 2013) Regie, Buch: Mano Khalil mit Ibrahim Gezer, Anita Wyrsch-Gwerder, Max Wyrsch, Barbara Bienz, Nicole Hohl, Viktor Krummenacher, Gabriele Schneider Krummenacher, zeigt den Lebenswillen eines Mannes, der viel verloren, sich jedoch immer seine Leidenschaft für die Bienenzucht bewahrt hat. Zu sehen ist „Der Imker“ am Freitag, den 24. November, nur um 20 Uhr.

Der Kurde Ibrahim Gezer wurde 1946 geboren und hat seitdem viele Verlust erlitten: Seine Frau und seine Kinder wurden ihm in den türkisch-kurdischen Kriegen genommen. Als er dazu gezwungen war, seine Heimat zu verlassen, musste er auch seine fünfhundert Bienenvölker aufgeben, mit denen er seinen Lebensunterhalt verdiente.

Nun lebt der ehemalige Imker in der Schweiz, spürt noch immer eine große Liebe zur Natur und hat den Glauben an das Gute im Menschen noch längst nicht aufgegeben. Hier haust er in bescheidenen Verhältnissen: In einer kleinen Wohnung in der Stadt fristet der Asylant sein Dasein und arbeitet am Fließband einer Behindertenwerkstatt. Der Dokumentarfilmer Mano Khalil begleitet Ibrahim dabei, wie der alte Mann seine Leidenschaft zu den Bienen wiederentdeckt.

Der Film des selbst im syrischen Kurdengebiet geborenen Schweizer Regisseurs Mano Khalil (Unser Garten Eden) wurde auf fast jedem Festival, zu dem er bisher eingeladen war, mit einer Auszeichnung bedacht.

„Eine sehr interessante und umfassende Doku. Ich dachte, dass ich wohl alles über das Verhalten der Bienen wusste, aber weit gefehlt. In diesem Film konnte ich viel Neues erfahren. Sehr empfehlenswert.“ (Ein Zuschauer nach dem Film)

 

Immer Ärger mit Harry

Hitchcock und Shirley McLaine

Ihre allererste Kinorolle spielte Shirley MacLaine („Zu guter Letzt“) in Alfred Hitchcocks Komödie „Immer Ärger mit Harry“, der jetzt in der Kinowerkstatt am Samstag, den 25. November, um 20 Uhr zu sehen ist.

Harry ist tot. Am Waldrand nahe des kleinen Städtchens Highwater liegt er in Immer Ärger mit Harry leblos auf dem Boden und wird nicht wieder aufstehen. Nach und nach entdecken so einige Bewohner des Ortes (Edmund Gwenn, Shirley MacLaine, Mildred Natwick) den Toten, und viele sind fest davon überzeugt, dass sie es waren, die Harry durch die eine oder andere Unachtsamkeit aus dem Leben befördert haben. Um nicht von Deputy Sheriff Calvin Wiggs (Royal Dano) zur Rechenschaft gezogen zu werden, machen sie sich unabhängig voneinander daran, den Leichnam aus dem Weg zu schaffen, und kommen sich dabei immer wieder in die Quere.

Shirley MacLaine feierte in Immer Ärger mit Harry ihr Schauspieldebüt. Für ihre Rolle wurde sie mit dem Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Auch für Hitchcock war der Film eine Art Premiere, denn er arbeitete zum ersten Mal mit dem Komponisten Bernard Herrmann zusammen, der in den Folgejahren einige der berühmtesten Hitchcock-Soundtracks komponieren sollte.

 

Odds against Tomorrow

Thriller und eine Rarität in Sachen Jazz.

Jazzfilm- Raritäten stehen bis zum nächsten Jazzfestival in St. Ingbert jeden Monat auf dem Programm der St. Ingberter Kinowerkstatt. Mit „Django Reinhardt – ein Leben für die Musik“ startete die Reihe, am Sonntag, den 26. November, um 19 Uhr ist „Odds against Tomorrow“ (dt. „Wenig Chancen für Morgen“) (USA 1959), Regie: Robert Wise mit Harry Belafonte, Robert Ryan, Shelley Winters, Ed Begley, Gloria Grahame u.a. zu sehen.Eine sachkundige Einführung zum Film kommt von Herrn Michael Jurich (ehemaliger Leiter des Filmhauses Saarbrücken).

„Wenig Chancen für morgen“ ist ein sehr spätes und sehr gelungenes Beispiel des Noir-Genres.“ (Geoff Mayer und Brian McDonnell, Encyclopedia of Film Noir):
Um seinen Ruhestand angemessen finanzieren zu können, plant der unehrenhaft aus dem Dienst entlassene New Yorker Polizist Dave Burke einen Bankraub in einem nahegelegenen Provinzstädtchen. Da er seinen Plan allein nicht umsetzen kann, versucht er, zwei Komplizen dafür zu gewinnen: den rassistischen Ex-Sträfling Earl Slater, der wegen Totschlags im Gefängnis war, und den jungen puertoricanischen Jazzmusiker Johnny Ingram (Harry Belafonte), der sich bei Pferdewetten hoch verschuldet hat. Und das Verderben nimmt seinen Lauf.

Der exzellente Jazzscore von John Lewis (Modern Jazz Quartet) unterstreicht die düstere Stimmung dieses Nachzüglers des Film noir. »Skating in Central Park« wurde zum Hit des Modern Jazz Quartet und ein fester Bestandteil ihres Repertoires.

Da für diesen Film keine deutsche Synchronisation vorliegt, wurde der Film von Herrn Huckert untertitelt. Im Vorfilmprogramm laufen Konzertaufnahmen des Modern Jazz-Quartet aus den fünfziger/sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

 

Moderner Western

„Der Western spielt im Osten“ war die Schlagzeile, als der Film „Western“ von Valeska Grisebach letzte Woche den Günter Rohrbach Filmpreis der Stadt Neunkirchen erhielt. „Western“ (Deutschland 2017) – Regie: Valeska Grisebach – Darsteller: Meinhard Neumann, Reinhardt Wetrek, Syuleyman Alilov Letifov, Vaneta Gragnova, spielt in Bulgarien nahe der Grenze zu Griechenland.

„‚Western‘ von Valeska Grisebach ist eine wunderbare Grenzerfahrung“, schrieb DER SPIEGEL. Bei ihr werden deutsche Bauarbeiter zu Cowboys am Rande von Europa: Nur sehr selten macht Valeska Grisebach Filme. Aber wenn, dann werden sie beglückend schön. Zu sehen am Montag, den 27. November, um 18 und 20 Uhr.

Er heißt deshalb auch „Western“ – weil er ein Western ist, mit kernigen Männern unter brennender Sonne, mit Pferden, Duellen und Frauen, um die gestritten wird.

Aber auch ein Western, bei dem es um viel mehr geht. Um die Suche in der Fremde, an der Grenze – nach sich selbst, nach dem Glück, nach Zugehörigkeit, nach einem Neuanfang. Und alles erzählt anhand einer Gruppe von deutschen Bauarbeitern im Einsatz an der bulgarisch-griechischen Grenze, gespielt von echten Bauarbeitern.

Nur der hagere, stets in blaue Jeans gekleidete Mann mit den eingefallenen Wangen in dieser Domäne breitbeiniger Machos wird sofort als Außenseiter gekennzeichnet, oder zumindest als Neuling. Er wird eine besondere Rolle spielen…

Der Film ist ..“eine lebenslustige Erforschung des Anderen. Grisebach ist nicht nur offen für das Alberne und das Sentimentale, das um die Ecke schaut, wenn sich Leute kaum verstehen, aber unbedingt verstehen wollen. Sie fordert gleichermaßen Konflikte wie Annäherungen heraus.“ (Frederic Jaeger in critic.de)

 

PM:W. Kraus

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