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Sonntag, 20. August 2017 · sonnig  sonnig bei 16 ℃ · Dorffest mit KirmesÜ30-Party im Eventhaus St. IngbertHasseler Dorffest 2017

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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

Wann:
4. August 2017@20:00
2017-08-04T20:00:00+02:00
2017-08-04T20:15:00+02:00
Kontakt:
W. Kraus

„Paris kann warten“ (Fr. 4. Aug. 20 Uhr; So. 20 Uhr; Mo. 7. Aug. 18 Uhr); „Axolotl Overkill“ (Sa. 5. Aug. 20 Uhr); „Tiger Girl“ (Sa. 5. Aug. 18+22 Uhr); „Die Braut trug schwarz“ (So. 6. Aug. 18 Uhr; Mo. 7. Aug. 20 Uhr)

 

Paris kann warten

Eleanor Coppola

Ein Film wie ein Urlaub passt natürlich gut in die Urlaubszeit, dachte sich die Kinowerkstatt und nahm „Paris kann warten“ ins Programm, am Freitag, den 4. August, um 20 Uhr, am Sonntag, den 6. August, um 20 Uhr und am Montag, den 7. August, um 18 Uhr zu sehen!

„Paris kann warten“ ist das Regiedebüt von Eleanor Coppola, Ehefrau von Francis Ford Coppola und Mutter von Sofia Coppola. Die Geschichte, die sie hier erzählt, hat sie selbst erlebt: 2009 begleitete sie ihren Mann nach Cannes und konnte dann wegen einer schweren Kopfgrippe den Flug nach Osteuropa nicht antreten. Die zweitägige Autofahrt nach Paris hat ihr nach eigenem Bekunden die Augen geöffnet für die Schönheit der französischen Landschaft, aber auch für die Genüsse am Wegesrand: leckere Speisen, guter Wein, interessante Architektur…

 

Tiger Girl

Neuer deutscher Film!

Jakob Lass hat zwei der aufregendsten jüngsten deutschen Filme gedreht, „Love Steaks“ (Max-Ophüls-Preis 2014) und jetzt die aufregende Komödie „Tiger Girl“, dieses Jahr auf der Berlinale uraufgeführt, mit der phantastischen Neuentdeckung Ella Rumpf (Deutschland 2017), Regie: Jakob Lass. Buch: Jakob Lass, Ines Schiller, Hannah Schopf, Nico Woche, Eva-Maria Reimer. Kamera: Timon Schäppi. Mit: Ella Rumpf, Maria-Victoria Dragus, u.a. (90 Minuten). Zu sehen am Samstag, den 5. August um 18 und 22 Uhr!

„Tiger Girl“ spielt irgendwo in Berlin, obwohl man genau hinsehen muss, um das zu bemerken. Er handelt von Tiger, die auf einem Dachboden mit ein paar verpeilten Jungs haust, und von Maggie „Vanilla“, die die Aufnahmeprüfung zur Polizei verpatzt hat und nun wenigstens zu einem privaten Wachdienst will und einen Kurs bei einer Sicherheitsfirma beginnt, denn sie will Gutes tun. Sie bekommt eine Uniform, auf der „Security“ steht, und weil Tiger das ziemlich cool findet, beschafft sie ihr eine zweite. Nun lasst den Spaß beginnen….

Der Film handelt von einer Frechen und einer Schüchternen, die allmählich die Rollen tauschen. Er handelt von Erziehung durch Lehrer und Erziehung durch die Straße. Er handelt von einer hierzulande wachsenden Wut und wie sie sich Bahn bricht. Dafür hat Regisseur Lass zwei phänomenale Hauptdarstellerinnen gefunden: Die praktisch unbekannte Deutsch-Schweizerin Ella Rumpf als Tiger sowie die Deutsch-Rumänin Maria Dragus, die als Pfarrerstochter im „Weißen Band“ erstes Aufsehen erregte.

 

Axolotl Overkill

Noch einmal zu sehen, am Samstag, den 5. August, um 20 Uhr, ist der anderthalb Stunden rundum kurzweilige Film „Axolotl Overkill“ (Deutschland 2017) Regie: Helene Hegemann, mit mit Jasna Fritzi Bauer, Laura Tonke, Julius Feldmeier, Mavie Hörbiger, Arly Jover, Sabine Vitua, Nikolai Kinski, Julius Feldmeier, Hans Löw, Christopher Roth, Bernhard Schütz u.a.

Es geht um die 16-Jährige Mifti (Jasna Fritzi Bauer): Sie ist die Tochter eines reichen Vaters und wohnt seit dem Tod ihrer Mutter gemeinsam mit ihren älteren Halbgeschwistern Annika und Edmond in einer Wohngemeinschaft in Berlin. Dort führt sie ein Partyleben, schwänzt die Schule. Mifti legt sich mit jedem Erwachsenen an, der versucht, ihr Vorschriften zu machen, und daher beschließt sie, auf eigene Faust erwachsen zu werden.

Der Film beruht auf ihrem Buch „Axolotl Roadkill“, das Helene Hegemann jetzt selbst verfilmt hat. „Das Ergebnis ist sogar noch besser als das Buch,“ schrieb Hanns-Georg Rodek in DIE WELT am 04.02.2017. Man hat nie das Gefühl, dass man irgendetwas verstehen soll, dass die Regisseurin und ihr Ensemble irgendeine Botschaft vermitteln wollen. Sehenswert ist vor allem die geniale Hauptdarstellerin Jasna Fritzi Bauer, die dafür – ebenso wie Hegemann – einen Deutschen Filmpreis bekommen müsste.

 

Die Braut trug schwarz

Zum Tod von Jeanne Moreau

Die Schauspielerin, Regisseurin und Sängerin Jeanne Moreau ist jetzt im Alter von 89 Jahren gestorben: Sie war der Star des Nouvelle Vague, wirkte in mehr als 120 Filmen mit und war eine der führenden Charakterdarstellerinnen Frankreichs und eine Ikone des Feminismus. Moreau wurde mit Filmen wie „Gefährliche Liebschaften“, „Fahrstuhl zum Schafott“, „Stunden voller Zärtlichkeit“ und François Truffauts Klassiker „Jules und Jim“ zur Leinwandikone. Die Liste der Regisseure, mit denen Moreau gearbeitet hat, ist lang, angefangen von Louis Malle, François Truffaut, bis hin zu Wim Wenders, Orson Welles und Michelangelo Antonioni.

Die Kinowerkstatt zeigt am Sonntag, den 6. August, um 18 Uhr und am Montag, den 7. August, um 20 Uhr „Die Braut trug schwarz“ (Frankreich 1968) von François Truffaut, mit Jeanne Moreau, Michel Bouquet, Jean-Claude Brialy.

In einer französischen Kleinstadt treffen sich fünf junge Männer in einer Wohnung, um mit Alkohol und Kartenspiel die Zeit totzuschlagen. Schon bald werden sie auf ein Jagdgewehr aufmerksam und zielen damit auf die Spitze des gegenüberliegenden Kirchturms. Einer von ihnen nimmt zum Spaß ein frisch getrautes Brautpaar ins Visier, das gerade aus der Kirche kommt. Bei dem Versuch, ihm die Waffe zu entreißen, löst sich versehentlich ein Schuss und trifft den Bräutigam tödlich…“Die Braut trug Schwarz“ war (ganz unübersehbar) die Vorlage für Quentin Tarantinos Kill Bill I und II (USA 2003 und 2004). Viele der Einstellungen und auch der tiefschwarze Humor machen deutlich, wem François Truffaut hier eine Huldigung bringt: dem Kino Alfred Hitchcocks.

 

PM: W. Kraus

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