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Sonntag, 19. November 2017 · sonnig  sonnig bei 5 ℃ · Große Turnschau der DJK in der IngobertushalleDie Tollkirschen im Ilse de Giuli-HausZu guter Letzt in der Kinowerkstatt

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Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert

Wann:
1. September 2017@20:00
2017-09-01T20:00:00+02:00
2017-09-01T20:15:00+02:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 Sankt Ingbert
Deutschland
Kontakt:
W. Kraus

„Weit. Die Geschichte von einem Weg um die Welt.“ (Fr. 1. Sept. 20 Uhr; So. 3. Sept. 20 Uhr; Mo. 4. Sept. 18 Uhr); „Die göttliche Ordnung“ (Sa. 2. Sept. 20 Uhr; Mo. 4. Sept. 20:15 Uhr (OmU)); „Maler und Mädchen – Der Agentenschreck“ (So. 3. Sept. 18 Uhr).

 

Weit.

Die Geschichte von einem Weg um die Welt.

„Weit“ von Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier ist die Geschichte von einem Weg um die Welt! (Deutschland 2017, 125 Minuten). Die Kinowerkstatt zeigt diesen wunderbaren Film am Freitag, den 1. September, am Sonntag, den 3. September jeweils um 20 Uhr, sowie am Montag, den 4. September, um 18 Uhr.

Einmal um die Welt reisen und fremde Kulturen kennenlernen, und das zu Fuß oder per Anhalter: Das haben Gwendolin Weisser und Patrick Allgaier rund drei Jahre lang gemacht. In Freiburg haben sie 2013 ihre Reise gen Osten begonnen, um am Ende nach fast 100.000 Kilometern aus dem Westen wieder nach Hause zurückzukehren.

Ohne zu fliegen und mit einem kleinen Budget in der Tasche erkundeten sie die Welt, stets von Neugierde und Spontanität begleitet. Im Mittelpunkt der Reise standen dabei immer die unmittelbare Nähe zu den Menschen und der Natur. Auf der Reise per Anhalter durch Länder wie Tadschikistan, Georgien und den Iran erleben Gwen und Patrick ständig Neues. Doch die größte Überraschung wartet auf die beiden im sibirischen Irkutsk. Nur so viel sei verraten – Gwen und Patrick kamen schließlich zu dritt nach Hause.

Die Weltumrundung vollendeten die beiden nach einer Schiffspassage von Costa Rica nach Spanien mit einem 1200 Kilometer Fußmarsch bis vor die Haustüre in Freiburg. Der Film wurde mittels eines Crowdfunding-Projekts finanziert. Dabei haben fast 1.000 Unterstützer über 35.000 Euro zusammengetragen. Es waren auch welche aus St. Ingbert dabei…

 

Die göttliche Ordnung

„Die göttliche Ordnung“ (Schweiz 2016) Regie & Drehbuch: Petra Volpe,Darsteller: Marie Leuenberger, Max Simonischek, Rachel Braunschweig, Sibylle Brunner, Marta Zoffoli, Bettina Stucky u.a. am Samstag, den 2. September, um 20 Uhr und am Montag, den 4. September, um 20:15 Uhr, dann in der Schweizer Originalfassung mit deutschen Untertiteln (OmU), kommt zum richtigen Zeitpunkt, und sein Titel könnte treffender nicht sein: Die göttliche Ordnung!

Die Regisseurin Petra Volpe erzählt den Kampf um die Einführung des Frauenstimmrechts am Beispiel der braven Heldin Nora Ruckstuhl, Hausfrau und Mutter von zwei Kindern. In einem Appenzeller Dorf beginnt sie sich langsam, aber hartnäckig für das Frauenstimmrecht einzusetzen – und dafür, wieder berufstätig sein zu können. Nur Socken waschen und den tyrannischen Schwiegervater bedienen, das reicht ihr nicht. Als sie dies ihrem Mann anvertraut, verbietet der ihr, eine Stelle zu suchen – und kann sich dabei auf das Gesetz berufen: Bis 1988 befahl das Schweizer Eherecht, dass der Mann als Oberhaupt der Familie nicht nur allein über das Geld verfügen, sondern auch entscheiden durfte, ob die Gattin arbeiten gehen darf oder nicht! Die göttliche Ordnung ist nicht zuletzt deshalb ein wichtiger Film, weil die jüngere Generation kaum mehr etwas über diese Kämpfe weiß: über die späte Korrektur der größten politischen Schande des modernen Bundesstaates – und darüber, dass die Demokratie in der Schweiz darum erst 46 Jahre alt ist. „Frauen in der Politik sind gegen die göttliche Ordnung“, sagt die einzige Frau im Dorf, die was zu sagen hat – als Erbin einer Sägerei.

„Die göttliche Ordnung“ endet trotzdem mit einem Happy End: Das Frauenstimmrecht wird am 7. Februar 1971 an der Urne angenommen!

„Charmant und mit viel Humor… Warmherzig und klug und immer wieder amüsant. Ein Kinovergnügen, das sich lohnt – für Frauen – und für Männer erst recht.“ (ZDF Heute Journal)

 

Maler und Mädchen – Der Agentenschreck

Humanist und Komiker Jerry Lewis gestorben

Jerry Lewis war einer der populärsten Entertainer der USA, seine Kino-Komödien mit Dean Martin prägten eine Ära. Jetzt ist der Schauspieler und Regisseur im Alter von 91 Jahren gestorben.

Er war der größte Komiker seiner Zeit, ein Filmpionier – und ein Humanist. Lewis wurde mehrfach für sein Lebenswerk geehrt. 2009 bekam er für seinen Einsatz im Kampf gegen Armut und Krankheiten einen Ehren-Oscar.

Bereits mit fünf Jahren stand er zum ersten Mal auf der Bühne, seine Karriere begann als Partner von Dean Martin. Die erfolgreiche Zusammenarbeit des Duos lebte vom Kontrast der beiden Charaktere: Während Martin den Part des Frauenlieblings übernahm, war Lewis der infantile Tollpatsch. Als einer ihrer besten Filme, mit Sicherheit aber als der visuell aufregendste, gilt „Maler und Mädchen“ – Der Agentenschreck“ (USA • 1955), Regie: Frank Tashlin, mit Dean Martin, Jerry Lewis, Shirley MacLaine, Dorothy Malone, Eva Gabor, Anita Ekberg u.a. aus dem Jahre 1955 – ein knallbuntes Spektakel, das am Sonntag, den 3. September, um 18 Uhr zu sehen ist.

Dean Martin singt und trickst sich als erfolgloser Maler ins Herz der Traumfrau, während Jerry Lewis den herzensguten Freund mimt, welcher diesmal durch seine Comicleidenschaft in eine aberwitzige Spionagekolportage gerät und am Ende von der unwiderstehlich chargierenden Shirley MacLaine geehelicht wird.

Herausragend ist die Umsetzung des höchstens serviettendicken Drehbuchs durch den ehemaligen Cartoonfilmer Frank Tashlin, der keine Gelegenheit für optische Gags auslässt: Wenn MacLaine den hilflos an einen Wasserspender gedrückten Lewis so hitzig küsst, dass der Trinkbrunnen buchstäblich zu kochen anfängt, dann ist dies nur eines von vielen großartigen Details dieser überbordenden Technicolor-Phantasie. Jean-Luc Godard attestierte dem „Total Filmmaker“ – so der Titel von Lewis‘ selbstverfasstem Filmmanifest – im honorigen Fachblatt „Cahiers du Cinéma“ sogleich die Innovationskraft eines Orson Welles oder Hitchcock.

 

PM: W. Kraus

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