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Programm Kinowerkstatt: 20. April – 23. April 2018

Wann:
20. April 2018 um 20:00
2018-04-20T20:00:00+02:00
2018-04-20T20:15:00+02:00
Kontakt:

„Wildes Herz“ (Fr., 20. April, 20 Uhr; Sa., 21. April, 22 Uhr; So., 22. April, 20 Uhr; Mo., 23. April, 18 Uhr); „Hair“ (Sa., 21. April, 20 Uhr); „Die grüne Lüge“ (So., 22. April, 18 Uhr); „The social Network“ (Mo., 23. April, 20 Uhr).

Wildes Herz

Heimatfilm

Regisseur und Schauspieler Charly Hübner sagt von seinem Film „Wildes Herz“ über die Punkband „Feine Sahne Fischfilet“: „Es ist ein Heimatfilm“! Zu sehen ist „Wildes Herz“ (Deutschland 2017) Regie und Drehbuch: Charly Hübner, Sebastian Schultz, mit: Jan „Monchi“ Gorkow, Olaf Ney, Christoph Sell, Kai Irrgang, Jacobus North, Max Bobzin, Campino, Angela Gorkow, Axel Gorkow (Länge: 90 Minuten, FSK: ab 12 Jahren) in der Kinowerkstatt am Freitag, den 20. April, um 20 Uhr; am Samstag, den 21. April, um 22 Uhr, am Sonntag, den 22. April, um 20 Uhr und am Montag, den 23. April, um 18 Uhr.

Eigentlich ist Charly Hübner vor allem ein bekannter Schauspieler. Doch mit „Wildes Herz“ hat er sich als Dokumentarfilmer nicht nur der Punkband „Feine Sahne Fischfilet“ gewidmet, er geht auch dem Rechtsruck im Osten auf den Grund – und zeigt, wie wichtig Engagement ist. Aufgewachsen im ländlichen Mecklenburg-Vorpommern, das nicht unbedingt für seine linke Subkultur bekannt ist, widmet sich „Wildes Herz“ ausgerechnet einer Punkband aus der Kleinstadt Jarmen in Vorpommern. Charly Hübner: „Als ich gefragt wurde, ob ich ein langes Stück fürs Kino machen will, hatte ich gerade durch Zufall Jan Gorkow, den Frontsänger der Band „Feine Sahne Fischfilet“, kennengelernt. Mir fehlte auf der Kinoleinwand eine Figur wie er. Das war intuitive Faszination. Mich hat seine Klarheit, Authentizität und Angreifbarkeit begeistert. Da ist jemand, der aus nichts einen Hehl macht, sondern einfach so ist, wie er ist. Einer, der zu seinen Fehlern steht. Zugleich tat sich hinter Jan Gorkow so viel Background auf, dass es immer interessanter wurde, dem nachzugehen.“

„Heute ist die Band einer der wenigen prominenten Bezugspunkte für Menschen, die ihr Seelenheil nicht im Hass suchen.“ (Hübner)

 

Hair

„50 Jahre 68-iger“: 50 Jahre nach „Hair“ – Erinnerung an Milos Forman.

Am Samstag den 21. April, um 20 Uhr startet die Kinowerkstatt die interessante Reihe „50 Jahre 68-iger“: Übers Jahr 2018 verteilt, wird es Filme, Konzerte, Begegnungen mit Zeitzeugen, Politikern und Regisseuren zum Thema geben.

Den Einstieg in die Zeitstimmung gibt „Hair“ (USA 1979) Regie: Milos Forman – Drehbuch: Michael Weller, nach dem Rock-Musical „Hair“ von Gerome Ragni und James Rado mit Treat Williams, John Savage, Annie Golden, Beverly d’Angelo, Cheryl Barnes, Don Dacus, Dorsey Wright u.a.

Der Regisseur Milos Foreman, 1932 in der Tschechoslowakei geboren, emigrierte 1968 in die USA, nachdem sowjetische Panzer den Prager Frühling niederwalzten. Er starb vor wenigen Tagen am 13. April 2018.

Milos Forman schuf mit „Hair“ 4 Jahre nach „Einer flog über das Kuckucksnest“ einen weiteren Kultfilm zum Thema Freiheit. „Hair“ lebt von grandiosen Tanznummern und mitreissender Musik. Das Musical „Hair“ wurde genau vor 50 Jahren, am 29. April 1968, in New York im Biltmore Theatre am Broadway uraufgeführt!

Schon in den 60er Jahren tourte das Broadway-Musical um die Welt. Milos Forman („Einer flog über das Kuckucksnest„) brachte mit seiner Leinwandversion 1979 das Lebensgefühl der Flower-Power-Generation zurück: Musiknummern und Choreographien begeistern nach wie vor. Die Stroy: Der Provinzler Claude aus Oklahoma will sich zwei Tage vor seiner Einberufung nach Vietnam das New Yorker Stadtleben ansehen. Dabei freundet er sich im Central Park mit einer Hippie-Gruppe an und verliebt sich in die Millionärstochter Sheila Franklin. Berger, der Wortführer der Hippies, bringt die beiden zusammen. Aber das Glück ist nicht von langer Dauer, denn Claude muss in die Kaserne … in den Vietnamkrieg.

 

Die grüne Lüge

…geht weiter

Weiterhin zu sehen ist „Die grüne Lüge“ – der Film von Werner Boote zum Buch von Kathrin Hartmann am Sonntag, den 22. April, um 18 Uhr.

Dem Kampf den Umweltlügen der Konzerne hat sich Werner Boote angenommen in seinem Film „Die grüne Lüge“: Die Umwelt lässt sich so leicht retten, man muss nur die richtigen Produkte kaufen – das suggerieren einige Konzerne. Sie preisen ihre Produkte als „nachhaltig“, „fair“, „natürlich“ oder „umweltschonend“ an und geben sich selbst ein „grünes“ Image: „Greenwashing“ nennt man das.

Regisseur Werner Boote und Autorin Kathrin Hartmann decken jetzt in dem Dokumentarfilm „Die grüne Lüge“ und dem gleichnamigen Buch solche Umweltlügen z.B. von BP, Unilever, RWE, Ikea uvm. auf.

Aber es geht nicht nur um Unternehmer, auch die Politik ist mitverantwortlich: Statt strenge Vorgaben zu machen, verlässt sie sich auf freiwillige Versprechungen, die nicht einklagbar sind.

 

The Social Network

Die Kinowerkstatt erinnert mit David Finchers Spielfilm „The Social Network“ (USA 2010) mit Mit Jesse Eisenberg, Justin Timberlake, Andrew Garfield an die Anfänge von Facebook, jetzt in die unangenehmen Schlagzeilen geraten: Wer bisher glaubte, die Gründung von sozialen Netzwerken im Internet sei eine harmonische Angelegenheit gewesen, den wird „The Social Network“ eines Besseren belehren.

Harvard, 2003: Harvard-Student Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) ist alles andere als sozial. Der schüchterne, außergewöhnlich intelligente Computernerd hat außer seinem Kommilitonen Eduardo Saverin (Andrew Garfield) wenig Freunde und zudem keinerlei Erfolg bei der Frauenwelt. Fieberhaft werkelt der brillante Programmierer an einer revolutionären Idee, mit der er die soziale Erfahrung einer College-Community ins Internet übersetzen und nach außen hin öffnen will. Er setzt sich an seinen Computer und beginnt, sich in die Netzwerke seiner Universität zu hacken und Informationen über die weiblichen Studentinnen ins Netz zu stellen und weiß selbst noch nicht, dass er etwas begonnen hat, was später als Internetportal „Facebook“ Furore (und Geld) machen wird. Sechs Jahre später wird das Projekt Facebook 500 Millionen Nutzer vereinen und Zuckerberg zum jüngsten Milliardär aller Zeiten machen.

Die Geschichte von Facebook inszeniert Regisseur Fincher als eine Geschichte über Verrat, Enttäuschungen, Geldgier und vor allem über zerbrochene Freundschaften und stellt die Frage, die zwangsläufig kommen muss, wenn man sich mit sozialen Netzwerken des Internets befasst: Wie viele meiner tausend Facebook-Freunde sind tatsächlich „echte“ Freunde?

The Social Network basiert auf dem Buch „Milliardär per Zufall“ von Ben Mezrich. Buch wie Film präsentieren Facebook-Gründer Mark Zuckerberg nicht gerade als Sympathieträger. So diagnostizierte Mezrich an Zuckerberg sozial autistische Züge. Gerade diese Qualität begeisterte aber Darsteller Jesse Eisenberg. Eisenberg, der sonst auf das Spielen von schüchtern-ironischen Teenagern aboniert ist, gefiel an der Rolle, dass Zuckerberg niemandem gefallen wolle. Es sei eine befreiende Erfahrung gewesen, so jemanden zu spielen, sagte Eisenberg in einem Interview. Für die Rolle wurden u.a. Shia LaBeouf und Michael Cera in Betracht gezogen, bevor die Wahl auf Eisenberg fiel. Er spielt den besessenen Zuckerberg mit grosser Konsequenz.

Auch hinter der Kamera ist „The Social Network“ illuster besetzt: So hat Regisseur Fincher für die Musik von „The Social Network“ Nine Inch Nails-Frontman Trent Reznor sowie Atticus Ross gewinnen können und der populäre Beatles-Song „Baby you’re a rich man“ begleitet uns Zuschauer in den Abspann.

 

PM: W. Kraus

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