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Programm Kinowerkstatt: 25. – 27. August

Wann:
25. August 2018 um 20:00
2018-08-25T20:00:00+02:00
2018-08-25T20:15:00+02:00
Kontakt:

„Woodstock“ (Sa., 25. August, 20 Uhr); „Die Frau, die vorausgeht“ (So., 26. August, 20 Uhr, Mo., 27. August, 20 Uhr); „Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier“ (So., 26. August, 18 Uhr, Mo., 27. August, 18 Uhr).

 

Woodstock

Vor knapp 50 Jahren fand das größte Musikfestival der Rockgeschichte bis dahin statt: Das Woodstock Music & Art Fair – 3 Days of Peace & Music, meist kurz Woodstock, war ein Open-Air-Musikfestival, das als Höhepunkt und gleichzeitig Endpunkt der im Mainstream angekommenen US-amerikanischen Hippiebewegung gilt. Es fand offiziell vom 15. bis 17. August 1969 statt, endete jedoch erst am Morgen des 18. August. Die Veranstaltung wurde auf einem Farmgelände nahe der Kleinstadt Bethel im US-amerikanischen Bundesstaat New York ausgerichtet, etwa 70 Kilometer südwestlich vom namensgebenden und ursprünglich als Festivalort geplanten Woodstock.

Die Kinowerkstatt zeigt am Samstag, den 25. August, um 20 Uhr, in ihrer Reihe „50 Jahre 68er“ den auf dem Festival entstandenen Oscar-prämierten Film „Woodstock“, der als einer der erfolgreichsten Dokumentarfilme gilt und mitverantwortlich dafür war, dass der Mythos von Woodstock in die Welt transportiert wurde.

Vor geschätzten 400.000 Besuchern traten 32 Bands und Solokünstler der Musikrichtungen Folk, Rock, Psychedelic Rock, Blues und Country auf, darunter Stars wie Jimi Hendrix, Janis Joplin und The Who. Die erwarteten Zuschauerzahlen wurden um mehr als das Doppelte übertroffen, viele potenzielle Festivalgänger blieben zudem in langen Verkehrsstaus stecken.

 

Die Frau, die vorausgeht

Die Kinowerkstatt zeigt am Sonntag, den 26. August, am Montag, den 27. August jeweils um 20 Uhr „Die Frau, die vorausgeht“ (USA 2017) von Susanna White mit Jessica Chastain, Michael Greyeyes, Sam Rockwell.

Das von Susanna White bildgewaltig in Szene gesetzte Historienepos „Die Frau, die vorausgeht“ basiert auf der Biografie der Künstlerin und Aktivistin Catherine Weldon, die Ende des 19. Jahrhunderts ihrer Zeit weit voraus war. Mit unbändigem Mut stand sie für ihre Ideale ein, folgte ihrer Leidenschaft und kämpfte für mehr Menschlichkeit. Die grandiose Jessica Chastain verleiht dieser bewundernswerten Frau Stärke und Sanftheit zugleich.

New York, im Frühjahr 1889. Nach einem Jahr der Trauer um ihren verstorbenen Mann beschließt die Malerin Catherine Weldon (Jessica Chastain), dass nun endlich die Zeit für einen Neuanfang gekommen ist. Unbeeindruckt von gesellschaftlicher Konvention und ganz auf sich allein gestellt, begibt sie sich auf die ebenso beschwerliche wie gefährliche Reise nach North Dakota mit einem klaren Ziel vor Augen: Sie will den legendären Sioux-Häuptling Sitting Bull porträtieren. Vor Ort macht sich Catherine mit ihrer romantischen Vorstellung von einem selbstbestimmten Leben im „wilden Westen“ jedoch schnell Feinde. Vor allem Colonel Groves (Sam Rockwell) ist die selbstbewusste Witwe mit ihrer Sympathie und Engagement für die amerikanischen Ureinwohner ein Dorn im Auge. Mit allen Mitteln versucht er, die unbequeme Frau wieder loszuwerden. Häuptling Sitting Bull (Michael Greyeyes) hingegen lernt Catherine als einen friedfertigen und besonnenen Mann kennen, dessen Vertrauen und Zuneigung sie bald gewinnt. Sie beeindruckt ihn sogar so sehr, dass er der mutigen und unangepassten Malerin den indianischen Namen „Frau geht voraus“ gibt. Als Colonel Groves und seine Leute beginnen, die letzten Stammesmitglieder auszuhungern und zu vertreiben, muss Catherine sich endgültig entscheiden, wie weit sie im schicksalhaften Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit bereit ist zu gehen.

„Die Frau, die vorausgeht“ ist eine ergreifende Geschichte von weiblicher Emanzipation und vom Freiheitskampf eines diskriminierten Volks, dessen Häuptling in Catherines Kunstwerken weiterlebt.

 

Welcome to Sodom – Dein Smartphone ist schon hier 

Kino dient als eine Art Schlüsselloch in eine andere Welt; es kann uns an Orte bringen, von denen wir nie zu träumen gewagt hätten, im Positiven wie im Negativen. Wir sind auf der Mülldeponie Agbogbloshie in der ghanaischen Hauptstadt Accra, in der jährlich 250.000 Tonnen illegal aus Europa und anderen Ländern verschiffter Elektroschrott landen.

Wenn es gut läuft, finden sie ihren Weg via Recycling in den Wertstoffkreislauf zurück. Wenn es schlecht läuft, landen sie via illegaler Müll-Exporte in Ghana, auf der riesigen Elektroschrott-Deponie Agbogbloshie, einem der verseuchtesten Orte der Welt, auf und von dem rund 40.000 Menschen leben. Mit „Welcome to Sodom“ (Österreich 2018, 90 Minuten) widmen die Filmemacher Florian Weigensamer und Christian Krönes den Menschen dort und ihren Lebensumständen – ein zwar sprödes, aber gerade dadurch umso intensiveres dokumentarisches Porträt. Zu sehen am Sonntag, den 26. August, und am Montag, den 27. August, jeweils um 18 Uhr.

„Welcome to Sodom“ ist ein behutsamer, zurückhaltender Film, Film verstanden als ein Mittel, einen Splitter Realität einzufangen. Eine gewisse Faszination für die düstere Realität des Slum-Lebens ist ihm insbesondere in der von ambientem Dröhnen geprägten Tonspur nicht abzusprechen: „Welcome to Sodom…“ beobachtet, ohne preiszugeben, schildert eine Lebensrealität.

Weigensamer und Krönes lassen die porträtierten Menschen selbst zu Wort kommen. Nicht in konfrontativen Interview-Situationen, sondern in Form literarisch anmutender Voice-Over über den Filmaufnahmen aus ihrem Alltag: Sie sprechen über ihre Träume und Wünsche, darüber, wie sie den täglichen Kampf mit den Umständen bewältigen. Der eine hat die Geschäftsmann-Attitüde verinnerlicht, träumt davon, inmitten des Schrotts auf einen funktionierenden Monitor zu stoßen, der ihm ein kleines Vermögen einbringen würde. Ein stromernder Junge gibt sich im Verlauf des Films als Mädchen zu erkennen – als Junge könne es besser handeln und sich durchschlagen. Ein anderer will nach Europa, wo er endlich mal jemand sein könne. Und noch ein anderer, schwul und jüdisch, träumt von einem Leben ohne Angst, wo man einfach in Ruhe gelassen wird. Und die Kids? Sitzen in improvisierten Studios, rappen ins Mikro und experimentieren mit Autotune, ähnlich wie ihre Altersgenossen in Paris und Los Angeles.

 

PM: W. Kraus

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