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Programm Kinowerkstatt: 6. April – 9. April

Wann:
6. April 2018 um 20:00
2018-04-06T20:00:00+02:00
2018-04-06T20:15:00+02:00
Kontakt:

„Die grüne Lüge“ (Frei., 6. April, 20 Uhr; Sa., 7. April, 20 Uhr; So., 8. April, 20 Uhr); „Die Grundschullehrerin“ (So., 8. April, 18 Uhr; Mo., 9. April, 18 Uhr); „Madame Bovary“ (So., 8. April, 11 Uhr; Mo., 9. April, 20 Uhr).

 

Die grüne Lüge

Nach „Plastic Planet“ jetzt „Die grüne Lüge“

Dem Kampf den Umweltlügen der Konzerne hat sich Werner Boote angenommen in seinem Film „Die grüne Lüge“: Die Umwelt lässt sich so leicht retten, man muss nur die richtigen Produkte kaufen – das suggerieren einige Konzerne. Sie preisen ihre Produkte als „nachhaltig“, „fair“, „natürlich“ oder „umweltschonend“ an und geben sich selbst ein „grünes“ Image. „Greenwashing“ nennt man das. Regisseur Werner Boote und Autorin Kathrin Hartmann decken jetzt in dem Dokumentarfilm „Die grüne Lüge“ und dem gleichnamigen Buch solche Umweltlügen auf.

Aber es geht nicht nur um Unternehmer, auch die Politik ist mitverantwortlich: Statt strenge Vorgaben zu machen, verlässt sie sich auf freiwillige Versprechungen, die nicht einklagbar sind. „Wir können eine gerechtere und nachhaltigere Welt für uns alle schaffen“, heißt es in einem Werbespot von Unilever. „Nachhaltigkeit ist ein Teil unserer Strategie“, tönt Ikea. Nachhaltigkeit – ein schönes Wort. Ein Beispiel: Palmölplantage. Artenreicher, wertvoller Urwald wird zerstört, dafür kommt wasserintensive Monokultur. Ein ökologisches Desaster, auf immer größeren Flächen. Und wie wird es verkauft? Genau: als nachhaltig.

„Mittlerweile benutzt diesen Begriff jeder, weil der natürlich auf keine Art und Weise geschützt ist“, erklärt Kathrin Hartmann. „Das kann alles Mögliche sein. Es gibt Gründe, warum man von nachhaltigem Palmöl spricht und nicht von ökologisch und sozial gerechtem Palmöl. Denn: Das gibt es nämlich nicht.“, so Werner Boote („Plastic Planet“) in seinem Dokumentarfilm „Die grüne Lüge“ (Österreich/Deutschland/ Brasilien/Indonesien/USA 2017), zu sehen in der Kinowerkstatt am Freitag, den 6. April, am Samstag, den 7. April, und am Sonntag, den 8. April, jeweils um 20 Uhr.

 

Madame Bovary 

Chabrols Madame Bovary in der Sonntagsmatinée!

In der Reihe des Jour fixe in französischer Sprache (mit deutschen Untertiteln) zeigt die Kinowerkstatt am Sonntag, den 8. April, um 11 Uhr (Wiederholung am Montag, den 9. April, um 20 Uhr) „Madame Bovary“ (Frankreich 1991) von Claude Chabrol mit Isabelle Huppert (Emma Bovary), Christophe Malavoy (Rodolphe Boulanger), Jean-François Balmer (Le docteur Charles Bovary).

Mit „Madame Bovary“ hat der französische Filmregisseur Claude Chabrol 1991 den gleichnamigen Roman (1856) von Gustave Flaubert verfilmt. Die Geschichte handelt von Emma Bovary, die nach der Heirat mit einem Dorfarzt der ländlichen Enge entfliehen will und sich durch einen luxuriösen Lebenswandel stark verschuldet.

„Chabrol beanspruchte, den „Film so inszeniert zu haben, wie Flaubert ihn gedreht hätte, hätte diesem statt einer Feder eine Kamera zur Verfügung gestanden.“ Seine Version reiht sich ein unter die zahlreichen Madame-Bovary-Verfilmungen. Vor ihm taten dies bereits Jean Renoir (1933), Gerhard Lamprecht (1937) mit Pola Negri und Vincente Minnelli (1949) mit Jennifer Jones, 1968 gab es einen deutschen Fernsehmehrteiler und außerdem wurde der Stoff in etlichen anderen Produktionen aufgegriffen.“ (Wikipedia)

Die Revue du cinema schrieb: „Huppert spiele großartig, die männlichen Nebendarsteller überzeugten, die Kulissen und Kostüme zeugen von flaubert’scher Präzision und von Detailreichtum.“

 

Die Grundschullehrerin

Wie in einem Taubenschlag geht es am Hauptschauplatz, einer Grundschule, in Hélène Angels Film „Die Grundschullehrerin“ zu, (Frankreich 2016), Regie: Hélène Angel, mit Sara Forestier, Vincent Elbaz, Albert Cousi, Ghillas Bendjoudi, Guilaine Londez, Patrick d’Assumçao, Olivia Côte, zu sehen weiterhin in der Kinowerkstatt am Sonntag, den 8. April, um 18 Uhr und am Montag, den 9. April, um 18 Uhr.

Schreiende Kinder, quasselnde Kinder, Kinder, die einander ärgern, Kinder, die nicht still sitzen können und inmitten des ganzen Chaos‘ Florence (Sara Forestier). Als dann ein Schüler für reichlich Unruhe und dann für überraschend heftige Aggressionen sorgt, muss eine alternative Betreuungsperson herbeigerufen werden und der daraufhin erscheinende Motorradkurier Mathieu mag zwar zunächst wie ein etwas verantwortungsloser Luftikus wirken, doch seine Wohlgestalt erregt Florences Aufmerksamkeit. Ach, ein Mann wäre doch auch einmal wieder eine ganz schöne Abwechslung!

Wie in das richtige Leben geworfen, fühlt man sich in Angels Film, so authentisch bildet er den Alltag in einer Schule ab – dafür war die Regisseurin zwei Jahre in Schulklassen zugegen – und so ehrlich spiegelt er menschliche Gefühle wie Wut oder Freude wider. Dabei geht der Film feinfühlig mit seinen Charakteren um, ohne die Dramen, die das Leben spielt, unnötig aufzubauschen. Die Grundschullehrerin ist etwas für Kopf und Herz, eine kleine französische Filmperle, die einfach guttut.

Der Zuschauer kann sich auf eine glänzend aufgelegte Sara Forestier („Der Name der Leute“) und auf ein großartiges Ensemble an Jungdarstellern verlassen: Die sympathischen Kinder scheinen sich einfach selbst zu spielen – das chaotische Treiben wirkt dadurch ungemein authentisch. Es ist ein überaus konzentrierter und dichter Film, der ebenso Einblicke in den schulischen Alltag bietet wie in die Prämissen und Ziele der angebotenen Erziehung. Er vermittelt ein glaubwürdiges Bild von einem der anstrengendsten und lohnendsten Berufe, die sich denken lassen.

 

PM: W. Kraus

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