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Programm Kinowerkstatt: 7. – 10. Dezember

Wann:
8. Dezember 2018 um 19:00
2018-12-08T19:00:00+01:00
2018-12-08T19:15:00+01:00
Kontakt:

„Der letzte Kaiser“ (Fr., 7. Dezember, 19 Uhr!); „Monsieur Klein“ (OmU) (So., 9. Dez., 11 Uhr -Matinée; Mo., 10. Dez., 18 Uhr!); „Die Hälfte der Welt gehört uns“ (Sa., 8. Dez., 20 Uhr; So., 9. Dez., 17 Uhr); „Der Trafikant“ (So., 9. Dez., 20 Uhr); „Das schönste Mädchen der Welt“ (Mo., 10. Dez., 20 Uhr).

Der letzte Kaiser

Monumental

Der Filmemacher Bernardo Bertolucci starb vorletzte Woche im Alter von 77 Jahren nach einer langen Krankheit in Rom. Die Kinowerkstatt zeigt am Freitag, den 7. Dezember, bereits um 19 Uhr „Der letzte Kaiser“ (GB, IT, CN 1987) Bertoluccis Meisterwerk als Director’s Cut mit John Lone, Joan Chen, Peter O’Toole , Victor Wong u. a.

Er war der Sohn des Himmels, der Herrscher der zehntausend Jahre – doch er durfte nie regieren: Bertolucci verfilmte die Biografie des Kaisers Puyi von China, der bereits als Zweijähriger den Thron besteigen, aber schon drei Jahre später wieder abdanken musste. Grundlagen erhielt Bertolucci einerseits durch die Biographie Puyis, andererseits von dessen damals noch lebenden Bruder Pujie († 1994). An Originalschauplätzen in der Verbotenen Stadt in Peking entstand ein Film, der 1988 mit neun Oscars bedacht wurde. Es war eine Sensation, da der damals 40-Jährige Bertolucci als erster westlicher Regisseur überhaupt in der Verbotenen Stadt in Peking drehen durfte.

 

Die Hälfte der Welt gehört uns

Bis heute haben Frauen in vielen Ländern nicht das Recht, zu wählen. In Deutschland bekamen sie dieses Recht vor genau hundert Jahren. Die Kinowerkstatt zeigt dazu den Film „Die Hälfte der Welt gehört uns“ (Deutschland 2018) von Annette Baumeister mit Johanna Gastdorf, Esther Schweins, Jeanette Hain, Paula Hans, Harald Schrott am Samstag, den 8. Dezember, um 20 Uhr und am Sonntag, den 9. Dezember, um 17 Uhr.

„Für ihr politisches Engagement wurden sie verspottet, eingesperrt und gefoltert. Aber beirren ließen sie sich nicht: Marie Juchacz, Anita Augspurg, Emmeline Pankhurst und Marguerite Durand – ihr Vorgehen war so unterschiedlich wie ihre Charaktere. Gemeinsam standen sie an der Spitze des Kampfes Tausender Frauen um das Wahlrecht – quer durch Europa. Sie wollten frei sein, mitbestimmen und die gleichen Rechte wie Männer. Der Schlüssel dafür war das Frauenwahlrecht. Denn die Hälfte der Welt gehört ihnen.“(Text: arte)

 

Monsieur Klein

Die Kinowerkstatt zeigt in der Reihe „Matinée des Films in französischer Sprache“ (mit deutschen Untertiteln) am Sonntag, den 9. Dezember, um 11 Uhr und am Montag, den 10. Dezember, um Punkt 18 Uhr den Film „Monsieur Klein“ (Frankreich 1976) von Joseph Losey mit Alain Delon, Jeanne Moreau, Michel Lonsdale, Juliet Berto, Suzanne Flon in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Die brillant inszenierte und gespielte kafkaeske Parabel spielt in Paris 1942: Der Elsässer Robert Klein lebt als Kunsthändler im von den Deutschen besetzten Paris und macht Geschäfte mit Juden, die in Not geraten sind. Monsieur Klein lebt von der Not anderer. Er nützt sie aus, skrupellos, ohne Mitgefühl – so, wie viele Menschen seiner Zeit und auch seines Landes dies tun.

Eines Tages wird ihm eine Ausgabe einer jüdischen Zeitung zugestellt. Durch sein Bemühen, seinen Namen von der Abonnentenliste des Magazins löschen zu lassen, gerät er ins Fadenkreuz der Präfektur, die sich der Abonnentenliste bedient. Klein beginnt Recherchen und findet heraus, dass ein jüdischer Widerstandskämpfer seinen Namen benutzt hat und in den Untergrund abgetaucht ist. Kleins Versuche, seine nichtjüdische Abstammung zu beweisen, bestärken die Polizei in ihrem Verdacht. So wird auch er Opfer der groß angelegten Razzia, bei der tausende Pariser Juden im Vélodrome d’Hiver vor ihrem Abtransport nach Deutschland versammelt und festgesetzt werden. Der mit ihm befreundete Anwalt kann den Ariernachweis, um den sich Klein in seiner elsässischen Heimat bemüht hat, nicht mehr rechtzeitig übergeben, und Klein findet sich in dem Waggon mit jenem Juden, mit dem er zu Beginn des Films Geschäfte gemacht hat, zusammen auf dem Weg ins Konzentrationslager.

„Monsieur Klein“ war 1977 siebenmal für einen „César“ nominiert und gewann den wichtigsten französischen Filmpreis in den Kategorien „Bester Film“, „Beste Regie“ und „Bestes Szenenbild“.

„Ein beeindruckendes und bedrückendes Porträt über einen „Unpolitischen”, dem seine eigene Mentalität zum Verhängnis wird – mit einem Alain Delon in der Titelrolle, wie ich ihn besser kaum gesehen habe.“ (Filmkritiker Ulrich Behrens auf fimzentrale.de)

 

Der Trafikant

Am Sonntag, den 9. Dezember, um 20 Uhr ist der Film „Der Trafikant“ (Österreich / Deutschland 2018) Regie: Nikolaus Leytner mit Simon Morzé, Bruno Ganz, Johannes Krisch, Emma Drogunova, Regina Fritsch, Karoline Eichhorn, zu sehen.

Es ist die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Robert Seethaler.

Österreichern muss man nichts erklären, und weil dies die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Robert Seethaler ist, wissen auch deutsche Leser Bescheid: Ein Trafikant ist der Besitzer eines kleinen Geschäfts für Tabakwaren, Zeitungen und Schreibwaren. Wir befinden uns im Österreich des Jahres 1937. Der 17-jährige Franz Huchel (Simon Morzé) verlässt auf strenges Geheiß seiner Mutter Margarete (Regina Fritsch) sein Heimatdorf, am Attersee im Salzkammergut gelegen, und fährt ins aufregende, brodelnde Wien. Hier führt ein ehemaliger Liebhaber der Mutter, Otto Trsnjek (Johannes Krisch), eine Tabak-Trafik, Franz geht bei ihm in die Lehre. Der Bub lernt schnell, nicht nur das Praktische (Namen und Vorlieben der Kunden merken), sondern auch das Lebenskluge, zum Beispiel die Zeitung zu lesen, um informiert zu sein. Zu den besten Kunden gehört der 82-jährige Sigmund Freud (Bruno Ganz), der – so sagt man – „Köpfe repariert, innen drin“. Franz ist neugierig und sucht Rat. Er ist nämlich unglücklich verliebt, in die schöne, viel zu erfahrene und flatterhafte Böhmin Anezka (Emma Drogunova). Doch Freud ist in Liebesdingen keine große Hilfe. Überhaupt gibt es Wichtigeres: Hitlers Truppen sind einmarschiert, Otto Trsnjek, ein Jude, verschwindet in den Kellern der Gestapo. Nun ist Franz der Trafikant. Und er trifft eine folgenschwere Entscheidung….

 

Das schönste Mädchen der Welt

Frei nach dem Klassiker Cyrano der Bergerac, der von dem unter einer ausgeprägten Nase leidenden Dichter des 17. Jahrhunderts erzählt, hat Aron Lehmann mit „Das schönste Mädchen der Welt“ die Geschichte in die Jetztzeit einer pubertierenden Jugendszene gelungen umgesetzt. Beide Hauptdarsteller Luna Wedler und Aaron Hilmer wurden beim Günter Rohrbach-Filmpreis 2018 in Neunkirchen als Nachwuchsdarsteller ausgezeichnet. Es spielen weiterhin Damian Hardung, Jonas Ems, Anke Engelke, Heike Makatsch, Heiko Pinkowski u. a., zu sehen am Montag, den 10. Dezember, um 20 Uhr.

Cyril verliebt sich auf der Klassenfahrt nach Berlin in seine neue Mitschülerin Roxy und glaubt, aufgrund seiner großen Nase keine Chance beim Mädchen seiner Träume zu haben.

Cyril ist klug, witzig und weiß mit Worten umzugehen. Eigenschaften, die ihn vom Großteil seiner Mitschüler in der Klasse unterscheiden. Doch wenn sich Cyril nachts wegen seiner Nase seine goldene Maske aufsetzt, um in Rap-Battles unerkannt alle Gegner nass zu machen, fühlt er sich großartig. Auf der Klassenfahrt nach Berlin hat Rick, der zwar schön, aber im Denken etwas langsam ist, die größeren Chancen bei Roxy. Cyril schreibt Rick ganz gegen seine Interessen die Texte, die Ricks Chancen bei Roxy vergrößern. Doch letztendlich trifft Cyril mit seinem wortgewaltigen Rap-Battle direkt ins Herz seiner großen Liebe.

 

Wolfgang Kraus

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