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Schlaganfall, und dann?

Wann:
14. März 2017@19:30
2017-03-14T19:30:00+01:00
2017-03-14T19:45:00+01:00
Kontakt:
Wissenschaftsforum St. Ingbert

Über 250.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Schlaganfall. Oft kämpfen die Patienten noch lange mit den Folgen. Bei einigen von ihnen kommt es zu Sehstörungen.

Ihr Sichtfeld ist halbiert, so dass sie Personen übersehen, an Hindernisse anstoßen oder Probleme haben zu lesen. Andere Patienten sehen plötzlich verschwommen oder doppelt. Manchmal kommt es auch vor, dass die Betroffenen Gesichter nicht mehr erkennen können. Andere wiederum vernachlässigen Alles, was sich in ihrer linken Sicht- und Körperseite abspielt: Sie stoßen mit der linken Seite gegen Türrahmen, pflegen nur die rechte Gesichtshälfte oder schauen beim Überqueren der Straße nicht nach links. Klinische Neuropsychologen von der Saar-Uni haben für diese Wahrnehmungsprobleme verschiedene Therapieverfahren entwickelt, die den Betroffenen helfen, wieder besser zu sehen oder ihre Körperseite wieder mehr wahrzunehmen. Hierzu verwenden die Wissenschaftler verschiedene optische Verfahren und stimulieren das Gleichgewichtssystem mit leichten elektrischen Strömen.

„Schlaganfall, und dann?“

Neuropsychologische Behandlung
von Wahrnehmungsstörungen
nach einer Hirnschädigung

Referent: Prof. Dr. Georg Kerkhoff,
Professor für Klinische Neuropsychologie der Universität des Saarlandes und
Leiter der Neuropsychologischen Universitätsambulanz
auf dem Campus Saarbrücken

Im Vortrag werden die verschiedenen Störungen anschaulich anhand von Fallbeispielen vorgestellt, sowie entsprechende Behandlungsverfahren vorgestellt.

Zum Referenten

Georg Kerkhoff studierte Psychologie an der Universität Bielefeld und im Klinikum der RWTH Aachen. 1989 schloss er seine Promotion über Visuell-räumliche Wahr- nehmungsstörungen nach Hirnschädigung in Bielefeld erfolgreich ab. Von 1987 bis 2006 arbeitete er als Klinischer Neuropsychologe am Klinikum in München- Bogenhausen. Im Jahr 1999 habilitierte er sich über Zerebrale Sehstörungen an der Universität Bielefeld. Seit 2006 hat er die Profess ur für Klinische Neuropsychologie an der Universität des Saarlandes inne und leitet die Neuropsychologische Universi- tätsambulanz auf dem Saarbrücker Campus. Er ist u.a . Mitglied im Wissenschaftli- chen Beirat der Gesellschaft für Neuropsychologie (GNP) und der Donau-Universität Krems/Österreich (Department Klinische Neurowissenschaften).

Georg Kerkhoff forscht seit 30 Jahren über Wahrnehmungsstörungen im Bereich des Sehens, Hörens und Fühlens, die als Folge einer Hirnschädigung auftreten können. Hierzu hat er zahlreiche Bücher, Ratgeber und über 160 Fachartikel veröffentlicht. Er hat viele innovative Behandlungsverfahren selbst entwickelt und ihre Wirksamkeit in Behandlungsstudien erprobt. Aktuell forscht er über Störungen des räumlichen Se- hens, der Sensibilität am eigenen Körper und über die halbseitige Vernachlässigung (Neglect) infolge eines Schlaganfalles.

 

PM: Wissenschaftsförderung St. Ingbert

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