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Scorseses „The Irishman“ in der Kinowerkstatt

Wann:
20. Dezember 2019 um 20:00
2019-12-20T20:00:00+01:00
2019-12-20T20:15:00+01:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 St. Ingbert
Deutschland

“The Irishman” von Martin Scorsese (Vereinigte Staaten 2019, FSK 16) mit Robert De Niro, Joe Pesci, Al Pacino, Harvey Keitel u.a. ist die Verfilmung des Bestsellers von Charles Brandt

über den Killer Frank “The Irishman” Sheeran und dessen zahlreiche Mafia-Morde. Mittels modernster Technik spielen die Schauspieler um Robert De Niro, Joe Pesci und Al Pacino ihre Figuren im Alter von 30, 50 und 70 Jahren.

Die drei legendären und leidenschaftlich aufspielenden Stars De Niro, Joe Pesci und Al Pacino wahrscheinlich das letzte Mal gemeinsam vor der Kamera zu sehen, ist ein Erlebnis: Ein Mammutepos für die große Leinwand – und dort läuft er jetzt auch!

Auf der Pressekonferenz zur internationalen Premiere seines Films in London gab Martin Scorsese den Kämpfer für das Kino-Erlebnis. Der Haken: “The Irishman” wurde ausgerechnet für den kalifornischen Streaming-Giganten Netflix produziert. Seit zehn Jahren versuchte der Meisterregisseur Charles Brandts Buch “I heard You Paint Houses” zu verfilmen, aber kein großes Studio wagte sich an das teure Projekt heran, nicht zuletzt weil Scorseses “Silence” weltweit nur 23 Mio US-Dollar einspielte.

“Nach “Good Fellas” und “Casino” gelingt Scorsese eines seiner besten Werke über Gewalt, Verrat, Lüge, Gefühls- und Moralbankrott. Über das Altern, über Männer, die kompromisslos Respekt und das Gesetz des Schweigens einfordern, Gegner beim Dinner samt Familien auslöschen, mit einem Achselzucken über Leichen gehen. In dreieinhalb kurzen Stunden erzählt der Oscarpreisträger von einer vergangenen Epoche “toxischer Männlichkeit”, von bisher verborgenen inneren Strukturen und Rivalitäten der organisierten Kriminalität und wirft Fragen auf nach der Kungelei von Politik, Gewerkschaft und Unterwelt.” (Margret Köhler, 12.11.2019, Abendzeitung, München) War die Mafia an den Kennedy-Attentaten beteiligt? Bufalino jedenfalls lässt anklingen, bei der Präsidentschaftswahl von John F. Kennedy mitgemischt zu haben und empört sich, dass dessen Bruder Bobby als Justizminister nun undankbar der Mafia ins Handwerk pfusche.
Netflix soll zwischen 160 und 200 Millionen Dollar in die Produktion gesteckt haben. In diesem Jahr will der Konzern 15 Milliarden Dollar in Inhalte investieren und damit manchem Regisseur einen Traum ermöglichen.

Das alles betrifft Scorsese nicht mehr, der seine Unabhängigkeit betont: Er habe frei arbeiten können und man habe sich geeinigt, den Film erst nach vorheriger Kinoauswertung zu streamen.

Weitere Vorstellung am Sonntag, den 22. Dezember um 19 Uhr.

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