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St. Ingbert im Aufbruch – Konzept zur Stadtentwicklung

Wann:
23. April 2018 um 17:00
2018-04-23T17:00:00+02:00
2018-04-23T17:15:00+02:00
Wo:
Rathaus, Großer Sitzungssaal
Am Markt
66386 Sankt Ingbert
Deutschland

Wie sich eine Stadt entwickelt hängt von vielen Faktoren ab. In erster Linie von der Entwicklung der Bevölkerung.

Wie viele Menschen werden in den kommenden Jahren Wohnraum brauchen, wo werden diese Menschen arbeiten? Verfügt die Stadt über Flächen, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und damit zusätzliche Einwohner zu gewinnen? Welche Flächen eignen sich hierzu besonders gut? Grundsatzfragen, von denen die Zukunft der Stadt abhängt. Ein Grundlagenpapier soll bei Entscheidungen helfen. Verfasst wurde es von den Forschungs- und Planungsbüros isoplan aus Saarbrücken und MESS aus Kaiserslautern.

Breit gefächerte Lebensmodelle wirken sich auf die Stadtgestaltung aus. Einerseits liegt das traditionelle Einfamilienhaus im Saarland nach wie vor voll im Trend. Andererseits werden (seniorengerechte) Eigentumswohnungen gesucht und entwickeln sich Mehrgenerationenhäuser, Baugenossenschaften und ähnliche Wohnmodelle. Es herrscht eine sehr differenzierte Nachfrage nach Wohnraum.

Interessant dabei: Die Forscher prognostizieren, dass bis 2035 in St. Ingbert bis zu 6000 Menschen weniger leben als heute. Dem muss sich die Stadtentwicklung anpassen. Bereits heute gibt es knapp 800 Wohnungsleerstände in St. Ingbert – und andererseits enorme Nachfrage nach Bauland. Die Studie geht von einem Wohnbauflächenbedarf von rund 18 Hektar bis 2030 aus. Nun stellt sich die Frage auf welchen Flächen dieser Bedarf gedeckt werden kann. Diesem Bedarf stehen Flächen, auf denen Wohnbebauung denkbar wäre gegenüber in der Größe von 85 Hektar. Viel mehr also, als tatsächlich gebraucht werden wird. Die Gutachter schlagen deshalb vor, sehr sensibel mit diesem Flächenpotenzial umzugehen und in erster Linie zu versuchen, die hohe Zahl von Baulücken zu aktivieren und brachliegende Innenentwicklungsflächen zu nutzen

Klares Ziel ist auf jeden Fall „Innenentwicklung vor Außenentwicklung“ – die Zeit großer Baugebiete am Ortsrand ist vorbei. Innerstädtische Brachflächen wie z.B. das WVD-Gelände zu bebauen macht Sinn, zumal es davon mehrere in der Stadt gibt.

Die Experten von isoplan und MESS werden im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung das Stadtentwicklungskonzept vorstellen. Alle interessierten Bürger sind eingeladen. Interessant ist diese Informationsveranstaltung insbesondere für diejenigen, die vorhaben, in St. Ingbert zu bauen oder die Grundstücke – etwa Baulücken – kaufen oder verkaufen wollen. Wenngleich die Veranstaltung keinerlei baurechtliche Auswirkungen haben wird, werden die Weichenstellungen der Stadtentwicklung für die nächsten Jahrzehnte beleuchtet.

Termin: Montag, 23. April, 17 Uhr, großer Sitzungssaal im Rathaus

 

PM: Stadt St. Ingbert

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Kommentare

  1. Dr. Holger Burgard

    Wir Bürger sollten akribisch darauf achten, dass nur ökologisch unbedeutendes Gelände für die Bebauung freigegeben wird. Baulücken müssen im Rahmen des rechtlich möglichen zuerst genutzt werden. Grünflächen, bestehender Baumbestand, Kinderspielplätze, Treffpunkte für Jugendliche und Ruhezonen besonders für Betagte müssen erhalten werden; denn sie gehören zum gesunden städtischen Leben und Stadtklima unverzichtbar dazu.

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