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Wie aus Wolken Spiegeleier werden

Wann:
2. September 2019 – 13. September 2019 ganztägig
2019-09-02T00:00:00+02:00
2019-09-14T00:00:00+02:00
Preis:
Kostenlos
Kontakt:
Malteser Hilfsdienst e.V. Sabine Kayser, Leitung Demenzdienste St. Ingbert
0175-9329558

Ausstellung der Malteser und des Kreiskrankenhaus St. Ingbert zeigt
Bilder des von Demenz betroffenen Künstlers Carolus Horn.
Die Malteser St. Ingbert zeigen vom 2. bis zum 13. September in Kooperation mit dem Kreiskrankenhaus St. Ingbert und unter Schirmherrschaft von Landrat Dr. Theophil Gallo, Werke des Künstlers Carolus Horn (1921 – 1992). Mit der kostenfreien Ausstellung „Wie aus Wolken Spiegeleier werden“ in den Räumen des Kreiskrankenhauses, möchten die Partner auf das gesellschaftlich immer relevanter werdende Thema Demenz aufmerksam machen.

Carolus Horn gilt als einer der bekanntesten Designer und Werbegrafiker der Nachkriegszeit. Er gestaltete unvergessene Werbekampagnen des deutschen Wirtschaftswunders z.B. für Esso („Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an) und Opel („Nur Fliegen ist schöner.“). Mit 60 Jahren erkrankte er an Alzheimer hörte jedoch bis zu seinem Tod nicht auf zu zeichnen. Die Ausstellung „Wie aus Wolken Spiegeleier werden“ dokumentiert beeindruckend, wie sich die Krankheit in seine Werke einschlich, Farb- und Formsprache über sieben Jahre veränderte und schließlich zum Zerfall der Gestaltungskraft führte.

„1,7 Millionen Menschen in Deutschland leiden heute an einer Form der Demenz, wie der Alzheimer Krankheit. Bis 2050 soll sich die Zahl verdoppeln“, erklärt Thorsten Eich, Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses. „Mit der Ausstellung wollen wir gemeinsam mit den Maltesern über demenzielle Veränderungen aufklären und noch mehr Verständnis für Betroffene ebebso wie Angehörige schaffen.“

Vor rund zwei Jahren haben die beiden Partner das Kooperations-Projekt „Klinikbegleiter“ ins Leben gerufen. Ehrenamtliche Malteser Demenzbegleiterinnen besuchen hier regelmäßig betroffen Senioren während einem Klinikaufenthalt und verbringen bei einem Tässchen Tee oder einem gemeinsam Spiel Zeit mit den Patienten. Damit werden auch Pflegekräfte und Familienangehörige entlastet.

„Demenz betrifft die ganze Familie“, weiß Sabine Kayser, Leiterin der Malteser Demenzdienste in St. Ingbert. „Daher wollen wir mit der Ausstellung auch Möglichkeiten aufzeigen, wie Angehörige unterstützt werden können.“ Neben dem Klinikbegleiter bieten die Malteser eine stundenweise Betreuung von Menschen mit Demenz zu Hause oder im Demenzcafé „Café Malta“ an.

Die offizielle Vernissage der Ausstellung findet am 9. September statt. Vom 2. bis zum 13. September kann die Ausstellung während der Besuchszeiten des Kreiskrankenhauses kostenlos besichtigt werden.

Zu Carolus Horn:
Horn war einer der bekanntesten Designer im Nachkriegsdeutschland. Er gestaltete unvergessene Werbekampagnen des deutschen Wirtschaftswunders: für Esso („Es gibt viel zu tun. Packen wir’s an“), die Deutsche Bundesbahn („Alle reden vom Wetter. Wir nicht.“) und Opel („Nur Fliegen ist schöner.“). Mit 60 Jahren erkrankte er an Alzheimer. Die Ausstellung „Wie aus Wolken Spiegeleier werden“ dokumentiert, wie sich die Krankheit in seine Werke einschlich, Farb- und Formsprache über sieben Jahre veränderte und schließlich zum Zerfall der Gestaltungskraft führte.

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