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Zum Welt-Aids-Tag: Laura – Das Juwel von Stuttgart

Wann:
1. Dezember 2014@18:00
2014-12-01T18:00:00+01:00
2014-12-01T18:30:00+01:00
Wo:
Kinowerkstatt St. Ingbert
Pfarrgasse 49
66386 Sankt Ingbert
Deutschland
Kontakt:
Wolfgang Kraus

Die Kinowerkstatt zeigt am Montag, den 1. Dezember, um 18 Uhr, zum Welt-Aids-Tag in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Saarpfalzkreises „Laura – das Juwel von Stuttgart“, einen Dokumentarfilm von Rosa von Praunheim (D 2014 – 55 min)

Es ist das Portrait einer engagierten Frau, gerade hat sie für ihr soziales Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten. Sie war eine der ersten im Kampf gegen AIDS.

Laura Halding-Hoppenheit ist nicht nur in Stuttgart eine bekannte Persönlichkeit, sondern hochverehrt in ganz Deutschland wegen ihres Engagements für schwule Gleichberechtigung. In der Aidskrise war Laura von Anfang an da für ihre Freunde, half mit Geld und kämpfte gegen Vorurteile. Laura liebt die Schwulen und die Schwulen lieben Laura. In Stuttgart hatte sie zeitweise drei schwule Lokale, den Kings Club betreibt sie heute noch. Er ist besonders beliebt bei jungen Schwulen, für deren Sorgen sie immer ein offenes Ohr hat. Mein Film zeigt, dass sie in vielen sozialen Bereichen hilft z.B. in der Stricherhilfe, männlich und weiblich. Für ihre Arbeit wurde sie mit dem „PositHIV-Preis“ und dem Bundesverdienstkreuz geehrt. In diesem Jahr wurde sie in den Gemeinderat für die Linken in Stuttgart gewählt. Geboren wurde Laura in Resiza im rumänischen Banat. Sie machte ihr Diplom in Archäologie und Kunstgeschichte. 1970 kam sie mit ihrem jüdischen Freund nach Deutschland, mit der Absicht, in Hamburg zu promovieren. Sie hatte große Hoffnungen, im Westen mit Kusshand aufgenommen zu werden und wurde bitter enttäuscht. Sie heiratete ihren Freund, eine Vernunftsehe, und verliebte sich prompt bei der Hochzeitsfeier in den Trauzeugen ihres Mannes, einen Hamburger Journalisten. Nach sechs Wochen ließ sie sich scheiden und heiratete den Trauzeugen Ihr Mann bekam eine Stelle als Chefredakteur des Burda Verlages in Stuttgart. Sie bekamen zwei Kinder. Ihr Leben als Mutter und Hausfrau wurde ihr bald zu langweilig. Ihr Mann war viel beschäftigt und so begann sie heimlich im „Kings-Club“, einem bekannten Schwulentreff in Stuttgart, zu arbeiten. Die Schwulen vergötterten sie, liebten ihr rumänisches Temperament und sie liebte die schwulen Männer. Das war ihre Welt. Der „Kings Club“ wurde zu ihrem Schicksal. Sie verliebte sich bald in den bisexuellen Besitzer, aber nach einem heftigen Streit mit ihm machte sie ihr eigenes Lokal „LAURAS“ auf. Viele Gäste folgten ihr. Nach einem Jahr bot man ihr den Kings Club zum Kauf an und sie setzte ihre Affäre mit dem Besitzer fort, der viele Jahre später an Krebs verstarb. Lauras Kinder wuchsen quasi unter Schwulen auf. Sie ist stolz darauf, dass ihre Kinder Toleranz und Akzeptanz lernten. Inzwischen sind ihre Kinder erwachsen und erfolgreiche Juristen. Gleich zu Beginn der Aids Krise wurde sie schwulenpolitisch aktiv. Sie sammelte Gelder, unterstützte die Aids Hilfe und kümmerte sich um HIV-Positive. Das waren ihre Jungs, ihre Familie, die in Not war. Sie kämpfte für die Gleichberechtigung von Homosexuellen und war bei jeder Schwulenparade mit dabei. Sie bezahlte die erste Streetworkerin für HIV-Prävention in Stuttgart aus eigener Tasche. Sie unterstützt die Aids-Hilfen bis heute und ist ihr Aushängeschild geworden.

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