Jacob Rochester philosophiert über Musik als Gedächtnisstütze in ‚Input/Output‘

11. Februar 2026

Der in Los Angeles ansässige Künstler präsentiert Input/Output, sein New-York-Solo-Debüt. Die Ausstellung läuft derzeit bei Plato und ist bis zum 7. März zu sehen. Sie vereint eine Gruppe neuer und jüngerer Arbeiten, die familiäre Bindungen, alltägliche Rituale und die feinen Codes nachzeichnen, durch die Nostalgie genährt wird.

Rochester beschreibt diese Werkreihe als eine zutiefst persönliche „Gespräch zwischen Vergangenheit und Gegenwart“. Sie zieht stark aus dem Leben seines Vaters als Reggae-Schlagzeuger in den späten 1980er-Jahren — eng zugeschnittene Hände, die Stereo-Lautstärkeregler justieren, Finger in der Mitte eines Songs, alte Polaroids von Bandkollegen — daneben neuere Szenen aus dem Leben des Künstlers selbst, mit seinem Partner und Liebsten in LA. Die jamaikanische Reggae-Kultur und die Ästhetik des Hip-Hop der 1990er-Jahre flirten mit den Texturen des zeitgenössischen Alltags.

Technisch entsteht das Werk durch Akkumulation und bewegt sich zwischen Skizzen, Gouache, digitaler Manipulation und Ölmalerei. Rochester wendet einen Lasurprozess an, der dem von Titian ähnelt: Durchscheinende Farbschleier werden über eine monochrome Untermalung gelegt, wodurch Kompositionen entstehen, die die Drapierung der Renaissance mit einer behaglichen, häuslichen Ruhe verbinden.

„Die Vergangenheit wird meine Arbeit auf irgendeine Weise immer beeinflussen, sei es konzeptionell oder durch Technik“, fuhr er fort. „Die Herausforderung, das auf eine Weise zu navigieren, die weiterhin zeitgenössisch wirkt, ist etwas, zu dem ich mich schon immer hingezogen gefühlt habe.“

„Wie Musik hat Rochesters Arbeit eine Art, Erinnerung, Zeit und Erfahrung in sich zu verschlingen, was zu einer wandelbaren Nostalgie führt, die in Lautsprechern, Kleidung und den Räumen und Momenten, die wir miteinander teilen, lebendig bleibt.“

Begeben Sie sich zu Plato, um Input/Output selbst zu erleben.

Plato Gallery
202 Bowery,
New York, NY 10012

Leonie Falkenberg

Leonie Falkenberg

Ich interessiere mich für kulturelle Trends und die feinen Entwicklungen, die unseren Alltag prägen. In meinen Artikeln verbinde ich lokale Perspektiven mit internationalen Einflüssen, besonders in den Bereichen Musik, Kunst und Lifestyle. Für mich bedeutet Schreiben, den Zeitgeist aufmerksam zu beobachten und in Worte zu fassen.