Die Biennale von Venedig kehrt im Mai zurück, und im Vorfeld ihrer 61. Ausgabe hat die internationale Kunstmesse die vollständige Liste der Künstler bekannt gegeben, die an der Hauptausstellung teilnehmen.
Unter dem Titel In Minor Keys verwirklicht die Ausstellung 2026 die Vision der verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh und wird von einer Gruppe von Beratern umgesetzt, die sie vor ihrem Tod im letzten Mai ernannt hatte. Zum Team gehören die Berater Gabe Beckhurst Feijoo, Marie Helen Pereira, Rasha Salti, ihre Assistentin Rory Tsapayi und Kritiker Siddhartha Mitter. In diesem Jahr wird es keinen Goldenen Löwen für das Lebenswerk geben, da Kouoh ihre Auszeichnungen noch nicht festgelegt hatte.
Zu den 111 Namen, die Werke präsentieren werden, gehören Einzelkünstler, Kollaborationen als Duos, Kollektive und von Künstlern geleitete Organisationen. Obwohl es deutlich kleiner ist als Stranieri Ovunque – Foreigners Everywhere im Jahr 2024, das 331 Teilnehmer umfasste, legt In Minor Keys größeren Wert auf geografische Breite, mit einem starken Fokus auf Künstlerinnen und Künstler aus dem Globalen Süden und einer deutlichen Zunahme lebender Künstler.
Die Ankündigung folgt außerdem auf den inzwischen leergeräumten Pavillon Südafrikas, gefolgt von der Wiedereinsetzung von Khaled Sabsabi, dessen Präsentation im australischen Pavillon zuvor gestrichen worden war.
Die Ausstellung wird um Motive wie „Schreine“, „Prozession“, „Schulen“, „Ruhe“ und „Aufführungen“ herum organisiert sein und die subtilen emotionalen Register sowie die poetischen Frequenzen künstlerischer Praxis erforschen, dabei Verbindungen zu Musik und Versen herstellend, so das kuratorische Team in einer Pressekonferenz heute. Besucherinnen und Besucher können Werke von einigen unserer Favoriten erwarten, darunter Kennedy Yanko, Pauline Oliveros, Nick Cave, Ebony G. Patterson, Alvaro Barrington und Tuấn Andrew Nguyễn.
„Die Ausstellung In Minor Keys steht als kollektive Partitur, die gemeinsam mit Künstlerinnen und Künstlern komponiert wurde, die Welten der Vorstellung erschaffen haben. Künstlerinnen und Künstler, die an den Grenzen der Form arbeiten und deren Praktiken als komplexe Melodien verstanden werden können, die sowohl kollektiv als auch eigenständig gehört werden. Das sind Künstlerinnen und Künstler, deren Praktiken nahtlos in die Gesellschaft übergehen“, schrieb Kouoh in einer kuratorischen Stellungnahme.
„Künstlerinnen und Künstler, die das tägliche Leben als Teil einer logischen und ästhetisch kohärenten Beziehung von Teilen berücksichtigen. Künstlerinnen und Künstler, die dem Leben außerordentlich großzügig und gastfreundlich gegenüberstehen.“
Die Ausstellung beginnt am 9. Mai und läuft bis zum 22. November. Auf der Website der Biennale von Venedig findet man die vollständige Liste der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler.