Künstlerin Ariana Papademetropoulos installiert ein 14-Fuß-Aquarium in Paris

14. April 2026

Ariana Papademetropoulos hat ihre Westküsten-Marke des „Californian Occultism“ ins Herz des Marais gebracht. Als erste Einzelausstellung in Frankreich ist Glass Slipper nun in der Thaddaeus Ropac Paris zu sehen und verwandelt die Galerie in eine surrealistische Umgebung, in der Hyperrealismus und Vaporwave-Ästhetik aufeinandertreffen.

Im Zentrum der Ausstellung steht „Water Based Treatment“, ein massives bewohnbares Aquarium, das innerhalb der Galeriewände als eine „Heterotopie“ fungiert. Besucherinnen und Besucher werden eingeladen, in das Glasgehäuse zu klettern, sich auf einer integrierten Matratze zurückzulehnen und dabei einem ambienten Soundtrack zu lauschen, der von Nicolas Godin des französischen Duos Air komponiert wurde. Umgeben von einem Schwarm schimmernder küssender Fische, dient die Installation sowohl als intimer Zufluchtsort als auch als theatrischer Schauplatz.

Jenseits des zentralen Tanks verschmelzen Papademetropoulos’ neue großformatige Gemälde die Grenzen zwischen Innen- und Außenwelten. Aus Anleihen bei Referenzen, die von Der Zauberer von Oz bis zur Jung’schen Psychologie reichen, zeigen die Werke domestische Symbole – Esstischstühle im Gingham-Muster und Louis XV‑Stil‑Sessel – treibend in volatilen Naturlandschaften.

Im Obergeschoss bewegt sich die Künstlerin in das Reich des „unverhohlen künstlich“. Drei irisierende, muschelartige Telefonkabinen – inspiriert von den Vintage-Inneneinrichtungen des Tropicana Hotel-Casinos in Las Vegas – hängen von den Wänden. Wenn die Hörer abgenommen werden, können Besucher intime, aufgezeichnete Austausche zwischen der Künstlerin und ihrem Medium mithören, wodurch die Grenze zwischen der physischen Welt und dem Spektralen weiter verwischt wird. Ergänzend dazu stehen kleinformatige Arbeiten, die Mikrowellen in verschiedenen Stadien der Verbrennung zeigen, und klassische Motive wie Correggios „Jupiter und Io“ in die Sprache moderner Haushaltsgeräte überträgt.

Indem sie Quantenunsicherheit und alte Mystik in das Thema einbettet, offenbart Glass Slipper, was Papademetropoulos die „Risse der Vorstellung“ nennt – jene Momente, in denen die bekannte Welt zu bröckeln beginnt und eine magische Welt Einzug hält.

Glass Slipper ist in der Thaddaeus Ropac Paris Marais noch bis zum 11. April 2026 zu sehen.

Thaddaeus Ropac
7 Rue Debelleyme
75003 Paris, Frankreich

Leonie Falkenberg

Leonie Falkenberg

Ich interessiere mich für kulturelle Trends und die feinen Entwicklungen, die unseren Alltag prägen. In meinen Artikeln verbinde ich lokale Perspektiven mit internationalen Einflüssen, besonders in den Bereichen Musik, Kunst und Lifestyle. Für mich bedeutet Schreiben, den Zeitgeist aufmerksam zu beobachten und in Worte zu fassen.