Snøhetta ist nicht fremd darin, architektonische Erwartungen zu übertreffen, und USM hat den Möbelbereich mit seinen fortschrittlichen modularen Konfigurationen weiterentwickelt. Nun arbeiten die beiden zusammen, um eine jenseits der Gewöhnlichkeit liegende Installation zu schaffen, die die Verbindung zwischen Struktur, Körper und Wahrnehmung erforscht — konzipiert von der Schweizer Künstlerin und Erlebnisdesignerin Annabelle Schneider.
Beim Betreten von Renaissance of the Real begegnen die Besucher auslaufenden metallischen Aufblasobjekten, ineinandergreifenden USM Haller-Systemen und wandelbaren Sitzgelegenheiten. Die Erfahrung sollte eine Dynamik erzeugen, während die Besucher sich organisch durch sie hindurch schlendern. Zunächst stehen sie auf der Rasenfläche des Gartens der Fondazione Luigi Rovati in Mailand, bevor sie sich einer Gitterstruktur offener USM-Rahmen auf dem Rasen nähern, die direkt zu einem Eingang führt, der sich zu einem Innenraum öffnet.
Der Innenraum der Installation manifestiert sich als eine große weiße Form, entworfen von den Architekten von Snøhetta — eine Membran, die sich durch äußere Reize entwickelt und bewegt —, die sicher durch das verlässliche Haller-System von USM fixiert wird. Beim Betreten tanzen Schatten von Bäumen über geschwungene, formbare Wände. Boden- und Sitzakzente sind modular angeordnet und spiegeln die Fluidität des gesamten Layouts des Projekts wider. Dies schafft ein ansprechendes Zusammenspiel von Weichheit und stählerner Starrheit und fordert die Besucher dazu auf, den Graubereich dazwischen zu erkunden.
Renaissance of the Real zwingt die Besucher nicht, ein Gleichgewicht in diesem Zusammenspiel zu finden; vielmehr regt es sie dazu an, ihre Aufmerksamkeit neu auszurichten und ihren Körper in seiner unmittelbaren physischen Umgebung neu zu zentrieren, besonders in einer Welt mit Hypergeschwindigkeit, die von Technologie stark beeinflusst ist. Eine weitere Zugangsvariante zu USM und Snøhettas erhöhtem Erlebnis ist die Kraft des Klangs. Tägliche Vinyl-Hörsessions, veranstaltet vom Tontechniker Devin „Ojas“ Turnbull, finden innerhalb der Installation statt und verankern das Hören als räumliche und gemeinsame Erfahrung.
Sie können die Installation vom 20. bis 24. April im Garten der Fondazione Luigi Rovati besichtigen.