In den letzten zwei Jahren hat The Valley die Zuschauer mit einem oft übersehenen Thema konfrontiert: der postpartalen Depression. Doch so ehrlich wie die Frauen in dieser Serie mit ihrem Leid umgehen, hatten ihre Männer bei ihren Reaktionen durchgängig Versäumnisse.
Danny Booko und Luke Broderick wollten nicht rücksichtslos erscheinen. Oder so hoffen wir. Aber sie reagierten auf die Weise, wie es viele Partner tun, wenn eine postpartale Depression zu Hause auftaucht, und das ruft weitere öffentliche Gespräche über dieses Thema hervor.
In Staffel 3 schilderten sowohl Kristen Doute als auch Nia Booko ihre postpartale Reise. Ihre Männer reagierten mit Witzen, Ungeduld und manchmal sogar mit Groll. Es war hart zu sehen. Diese Männer mussten Unterstützung und Zuwendung für die Person zeigen, die neun Monate lang ihr Kind getragen (und geboren) hat. Stattdessen zeigten sie den Zuschauern jedoch nur, wie viel Arbeit noch vor allen Partnern liegt, bis sie hier wirklich zeigen können, wie sie sich zeigen.
The Valley Staffel 3 rückt das Leben nach der Geburt, Intimität und neue Elternschaft in den Mittelpunkt
Nia und Kristen sprechen oft offen über ihre postpartalen Reisen in The Valley. Dafür bewundere ich sie. Laut der American Medical Women’s Association betrifft die postpartale Depression schätzungsweise 10–20% der Frauen. Das ist ein beträchtlicher Teil unserer Bevölkerung, daher ist es erstaunlich, dass dieses Thema bei Bravo hervorgehoben wird.
Während der Staffel 3 sahen die Fans, wie Kristen und Nia mit Schlafmangel, Belastungen in der Intimität und Unsicherheiten bezüglich ihres Körpers zu kämpfen hatten und infolgedessen die Erwartungen an ihre Partner nicht übereinstimmten. Zum Beispiel war Nia während einer Cast-Reise im „Mom-Modus“ gefangen. Ihr Ehemann Danny wurde deshalb von ihr genervt. Er hoffte auf Intimität und eine entspannte, unbeschwerte Reise, um ihren Ausflug voll genießen zu können.
Auf der anderen Seite suchten Luke und Kristen Hilfe in einer Therapie, was großartig war. Allerdings fügte Luke in der Therapie einen Witz darüber ein, schnell noch ein weiteres Kind zu bekommen, allein, um die schwangere Version seiner Partnerin endgültig in einen Sarg zu legen. Der Blick von Kristen war herzzerreißend.
Danny und Luke verfehlten mehrfach das Ziel. Nicht immer aus Bosheit, sondern aus demselben Instinkt, den viele Partner haben: Die Postpartale Depression als eine Phase abzutun oder abzuwarten, während das, was sie wirklich braucht, aktive Unterstützung ist. Das Problem ist, dass, wenn die Menschen, die dein größtes Unterstützungssystem sein sollten, die Anzeichen übersehen, ihre Untätigkeit Teil des Kampfes werden kann. Und das verdient allein eine größere öffentliche Debatte.
The Valley läuft mittwochs um 8/7c auf Bravo. Es ist auf Peacock verfügbar.