Chloé verpasst der Wohndekoration die Tomatenbehandlung

27. April 2026

Chloé-Kreativdirektorin Chemena Kamali wird seit ihrer Debüt-Ready-to-Wear-Kollektion für Herbst/Winter 2024 dafür gefeiert, den charakteristischen nostalgischen, bohemischen Vibe der Marke wiederbelebt zu haben, wobei Kamali fließende Kleider und jede Menge Rüschen vorstellte. Es war eine Wiederbelebung jener abenteuerlichen Energie, die das Haus in den 70er-Jahren kennzeichnete. Doch diese exklusive Veröffentlichung könnte eine der verspieltsten — und appetitlichsten — bislang des Hauses sein: der Tomato Chair.

Dies ist nicht das erste Mal, dass frische Früchte und Möbel gemeinsam Wirkung zeigen. Der Tomato Chair wurde ursprünglich 1970 vom französischen Designer Christian Adam eingeführt, in Zusammenarbeit mit dem italienischen Hersteller Poltronova, einem Studio in der Toskana, das sich auf unkonventionelles Handwerk spezialisiert.

Nun kehrt es während der Mailänder Designwoche zurück, und Kamali führt das unerwartete Wohnaccessoire erneut ein, diesmal durch die Brille von Chloé. Es ist ein Design, das sofort mit dem freigeistigen Ansatz der Maison in Resonanz tritt, dank seiner organischen, gestischen Form — aber letztlich fügt sich der Tomato Chair nahtlos in die Marke ein, weil er sich nicht zu ernst nimmt. Mit dieser exklusiven Veröffentlichung stellt Kamali die Frage: Warum kann Ihre Wohnkultur nicht genauso ausdrucksstark sein wie Ihre Kleidung?

Sie können die Tomato Chairs in der Chloé-Boutique in Mailand vom 22. bis 26. April sehen.

Chloé Milan
Via della Spiga 30, Mailand

Leonie Falkenberg

Leonie Falkenberg

Ich interessiere mich für kulturelle Trends und die feinen Entwicklungen, die unseren Alltag prägen. In meinen Artikeln verbinde ich lokale Perspektiven mit internationalen Einflüssen, besonders in den Bereichen Musik, Kunst und Lifestyle. Für mich bedeutet Schreiben, den Zeitgeist aufmerksam zu beobachten und in Worte zu fassen.