Wanda Sykes feiert Ricky Gervais‘ Sieg bei den Golden Globes auf urkomische Weise

16. Februar 2026

Wanda Sykes ließ am gestrigen Abend bei den Golden Globes subtile – oder vielleicht sogar weniger subtile – Spitzen gegen Ricky Gervais fallen. Während sie im Namen des umstrittenen Komikers einen Preis entgegennahm, lobte Wanda ihn dafür, „nicht hier zu sein“, und bedankte sich dann bei Gott und der Transgender-Community.

Wanda dankte Gott und der Trans-Community im Namen von Ricky

Falls Sie es verpasst haben: Wanda hat gestern Abend den Preis für die beste Stand-up-Comedy im Fernsehen verliehen. Ricky, der gegen Größen wie Kevin Hart, Kumail Nanjiani und Sarah Silverman antrat, war für seine jüngste Netflix-Show Mortality nominiert.

Ricky war nicht bei der Zeremonie anwesend, gewann aber letztlich den Kategorienpreis, was Wanda den perfekten Moment gab, ihren eigenen kleinen Humor einzubringen. „Ich darf den Preis in deinem Namen entgegennehmen“, sagte sie zu dem abwesenden Ricky. „Und du wirst Gott und der Trans-Community danken.“

Als selbsternannter Atheist ist Ricky zudem wiederholt in die Kritik der LGBTQIA+-Gemeinschaft geraten. Nach seiner Netflix-Show von 2022, SuperNature, musste er wegen Witzen über transgender Menschen Kritik einstecken. Die LGBTQIA+-Vereinigung GLAAD gab daraufhin eine Stellungnahme heraus.

„Wir haben die Ricky Gervais ‚Comedy’-Show auf Netflix gesehen, damit Sie es nicht tun müssen. Sie ist voll von grafischen, gefährlichen anti-trans Tiraden, die als Witze getarnt sind“, schrieb die Gruppe auf X.

Dazu verteidigte Ricky sein Recht, über solche Themen zu Witzen. Im Jahr 2022 sagte er in der BBC-Sendung The One Show: „Ich will das Publikum an einen Ort bringen, an dem es noch nie gewesen ist.“

„Ich denke, dafür ist Comedy da – uns über Tabu-Themen hinwegzubringen, damit sie nicht mehr beängstigend sind“, fügte er hinzu. „Die meiste Beleidigung entsteht, wenn Menschen das Thema eines Witzes mit dem eigentlichen Ziel verwechseln.“

Später im Interview sagte Ricky: „Ich unterstütze alle Menschenrechte, und Transrechte sind Menschenrechte.“

Leonie Falkenberg

Leonie Falkenberg

Ich interessiere mich für kulturelle Trends und die feinen Entwicklungen, die unseren Alltag prägen. In meinen Artikeln verbinde ich lokale Perspektiven mit internationalen Einflüssen, besonders in den Bereichen Musik, Kunst und Lifestyle. Für mich bedeutet Schreiben, den Zeitgeist aufmerksam zu beobachten und in Worte zu fassen.