Zusammenfassung
- Pace Gallery hat eine neue Einzelausstellung des chinesischen Künstlers Zhang Huan in 125 Newbury in New York eröffnet.
- Unter dem Titel Ash Paintings and Performances zeigt die Ausstellung bisher unveröffentlichte Dokumentationen von Zhangs schockierenden, körperbasierten Performances, neben einer Auswahl von Skulpturen, Gemälden und Fotografien.
Der Körper kennt laut Zhang Huan keine Grenzen. Als einer der extremsten Namen der zeitgenössischen chinesischen Kunst machte Huan seinen Namen durch Performances, die oft schockierend die physischen und konzeptionellen Grenzen der menschlichen Form testeten, um Gedächtnis, Arbeit, Vergänglichkeit und Widerstandsfähigkeit zu erforschen.
In 125 Newbury rückt Zhang Huan‑s Werk erneut ins New Yorker Rampenlicht in Ash Paintings and Performances, einer neuen Ausstellung der Pace Gallery. Kuratiert von Arne Glimcher, versammelt die Ausstellung bisher unausgeschnittene Dokumentationen von Zhangs ikonischsten Performances aus den 1990er- und 2000er-Jahren, die im Dialog mit Fotografien, Skulpturen und Weihrauchasche-Gemälden präsentiert werden.
Geboren 1965 in Anyang, Provinz Henan, stieg Zhang als führende Figur der konzeptuellen Kunstbewegung Pekings auf. In den frühen 1990er-Jahren nahm er am Beijing East Village teil, einer experimentellen Künstlergemeinschaft am Stadtrand, die in provokativen Kollaborationen mit Betonung auf kollektives Handeln in Erinnerung blieb. 1994 leitete Zhang eines der am meisten diskutierten Werke der Gruppe, „12 Square Meters“, bei dem er nackt in einer Außentoilette saß und Stunden lang Fliegen über seinen honigüberzogenen Körper sammeln ließ.
Während er die Ausdauer eines einzelnen Körpers erforschte, konzentrierte sich ein Großteil seines Werks auf poetische und ökologisch engagierte Ausdrucksformen kollektiven Handelns. Höhepunkte der Newbury-Ausstellung sind „To Add One Meter to an Anonymous Mountain“ (1995), bei dem er eine Gruppe rekrutierte, sich auf einem Berg zu legen, um vorübergehend seinen Gipfel zu „erhöhen“, und „In To Raise the Water Level in a Fishpond“ (1997), wo sich eine Gruppe von Arbeitskräften zusammenschloss, um den Wasserstand eines Teichs um einen Meter anzuheben.
Neben Performances präsentiert die Ausstellung Highlights wie seine titelgebenden Ash Paintings, geschaffen aus Aschehaufen, die in buddhistischen Tempeln entsorgt wurden, sowie Auszüge aus seiner Serie Memory Door.
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Leonie Falkenberg